Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Royal Dutch Shell, Gazprom & Co: War das jetzt die Wende?

Während die Börsen in Deutschland am 2. Weihnachtsfeiertag geschlossen waren, ging es in den USA richtig rund: Der Dow Jones legte um mehr als 1.000 (!) Punkte zu und auch die Ölpreise konnten nach wochenlanger Talfahrt eine kräftige Gegenbewegung starten: So verteuerten sich Brent- und WTI-Öl um rund zehn Prozent.

Für den enormen Anstieg der Ölpreise gibt es diverse Gründe: So wird in dieser Woche wieder mit einem deutlichen Rückgang der US-Lagerbestände gerechnet, zudem äußerte sich der russische Energieminister Nowak zuversichtlich zur Ölpreisentwicklung im kommenden Jahr. Darüber hinaus war eine stärkere Gegenbewegung nach der wochenlangen Talfahrt auch mehr als überfällig. Zahlreiche Investoren, die auf der Short-Seite positioniert waren, dürften im Laufe des gestrigen Handels ihre Positionen wieder glatt gestellt und damit für zusätzlichen Rückenwind gesorgt haben.

Banger Blick auf die Weltwirtschaft
Anleger sollten sich also trotz der kräftigen Kursanstiege bei den Ölpreisen nicht zu früh freuen. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird 2019 die Weltwirtschaft bleiben. Kommt es zu einer deutlichen Abschwächung, die eine schwächere beziehungsweise weniger stark steigende Ölnachfrage nach sich zieht, wird es ein schweres Jahr für Energiefirmen wie Shell & Co. Zeigt sie sich hingegen nach wie vor robust, so dürfte die Ölnachfrage weiter wachsen und auf ein durch den jüngsten OPEC-Beschluss wieder deutlich geringeres Ölangebot treffen. Es bleibt spannend.

Ruhe bewahren, Stoppkurse beachten
Trotz des gestrigen Kursfeuerwerks bei den Ölpreisen sollten Anleger weiterhin Ruhe bewahren. Noch nicht investierte Anleger sollten weiterhin abwarten. Wer bereits investiert ist, beachtet bei Gazprom (3,50 Euro) und Shell (24,00 Euro) die empfohlenen Stoppkurse.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Shell, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.

 

 

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