Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Royal Dutch Shell: Es sieht bedrohlich aus

Er sinkt und sinkt – der Ölpreis zeigt sich trotz der Stützungsmaßnahmen der OPEC und anderer wichtiger Förderstaaten wie etwa Russland in äußerst schwacher Verfassung. Die Notierung steht kurz vor einem weiteren Verkaufssignal, was natürlich auch die Aktienkurse von Produzenten wie Royal Dutch Shell belasten dürfte.

Für Gegenwind sorgt die anhaltend hohe Förderung in Nordamerika, wo die zahlreichen Fracking-Firmen nach der Ölpreiserholung Ende 2016 und der Verlängerung der Förderkürzungen durch die OPEC munter weiter bohren. Allerdings nähert sich der Ölpreis nun allmählich wieder den Preisniveaus, in denen sich das verhältnismäßig teure Fracking in vielen Förderregionen kaum noch lohnt. Dadurch dürfte sich der bestehende Angebotsüberhang auf dem Ölmarkt bei weiter sinkenden Preisen wieder verringern.

Rein charttechnisch sieht die Lage aber nach wie vor bedrohlich aus: Nach dem jüngsten Kursrückgang liegt der Kurs für WTI-Öl nur noch knapp über dem bisherigen Jahrestief bei 43,76 Dollar. Hält diese Marke nicht, droht ein weiterer Abverkauf bis etwa 42 Dollar.



Keine Panik
Trotz der aktuell schwachen Verfassung des Ölpreises brauchen sich die Anteilseigner von Shell keine Sorgen zu machen. Der Konzern ist in der Lage, auch auf dem aktuell niedrigen Ölpreisniveau noch Milliardengewinne einzufahren, zumal derzeit ohnehin ein Großteil der Erträge außerhalb des klassischen Fördergeschäfts erzielt wird. Investierte Anleger bleiben dabei und beachten den Stopp bei 20,50 Euro.

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