Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Royal Dutch Shell: Brexit! Aktie verliert 8 Prozent! Was jetzt?

Die Briten haben viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Der Sieg des Brexit-Lagers sorgt an den Börsen für fallende Kurse. Auch der Aktienkurs des Öl- und Gasriesen Royal Dutch Shell gerät erheblichen unter Druck. Was sollten Anleger in dieser schwierigen Börsenphase jetzt tun?

Die Antwort lautet: Ruhe bewahren! Denn der Brexit sorgt zunächst zwar für sinkende Ölpreise, was natürlich Shell direkt belastet. Andererseits dürfte langfristig auch ein Brexit wenig bis gar keinen Einfluss auf die weitere Ölpreisentwicklung haben. Öl und Gas werden auch in den kommenden Monaten und Jahren benötigt werden. Womöglich müssen einige Vertragsbeziehungen Shells mit diversen Partnern neu justiert werden.

Shell dürfte indes in die Karten spielen, dass man ein britisch-niederländischer Mischkonzern ist, sodass im Ernstfall auch eine Komplettverlegung des Hauptsitzes in einen EU-Staat leichter zu realisieren wäre als bei rein britischen Konzernen. Der Sturz des Britischen Pfunds ist übrigens auch kein Beinbruch, da das Unternehmen ohnehin in US-Dollar bilanziert.

Aktie bleibt trotzdem ein Kauf
Auch wenn sich das Chartbild und das Sentiment durch den heutigen Kursrutsch natürlich eintrüben, bleiben die Aussichten für Shell gut. Der Brexit sollte nachhaltig keinen großen negativen Effekt auf das Konzernergebnis haben. Die Bewertung der Aktie ist mit einem KBV von 1,0 einem 2017er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von mehr als sieben Prozent günstig.

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  • Margin Call -
    Sehr guter Kommentar – keine Panikmache, sondern eine kurze Analyse der Situation.

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