Royal Dutch Shell B
- Thorsten Küfner - Redakteur

Royal Dutch Shell: Aktie vor Gegenbewegung?

Im gestrigen Handel gerieten die Ölpreise und im Zuge dessen natürlich auch die Aktien der Öl- und Gasproduzenten unter Druck. Im frühen Handel legen die Ölpreise dank der Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen allerdings wieder leicht zu. Dies sollte auch dem Kurs der Dividendenperle Royal Dutch Shell etwas Auftrieb verleihen.

Yellen hatte sich am Dienstag zurückhaltend zu möglichen Zinserhöhungen in den USA geäußert. Bei weiteren Zinsschritten sei eine vorsichtige Vorgehensweise garantiert, versicherte Yellen. Die Notenbankerin machte gleichzeitig klar, dass die Fed einen "erheblichen Spielraum" für stimulierende Maßnahmen habe, falls dies notwendig werden sollte. Der Dollar verlor im Anschluss an die Rede an Wert.

"Yellens taubenhafte Worte und die Schwäche des Dollar haben zu einem Anstieg der Ölpreise geführt", sagte Angus Nicholson, Analyst beim australischen Ableger des Finanzdienstleisters IG. Ein schwacher Dollar macht das meist in der US-Währung gehandelte Öl im Ausland billiger, stärkt dadurch die Nachfrage und gibt dem Preis Auftrieb.

„Beträchtliches Korrekturpotenzial“
Im weiteren Tagesverlauf könnten Zahlen zu den US-Rohöllagerbeständen für weitere Impulse sorgen. Der Markt geht von einem neuen Rekordhoch aus. Insgesamt sehen Experten bei den Ölpreisen zurzeit eher Raum nach unten. Die Zahl der spekulativen Anleger am Ölmarkt sei deutlich gewachsen und es habe sich "ein beträchtliches Korrekturpotential aufgebaut", schreiben Experten der Commerzbank. "Dieses könnte zu Preisrückgängen führen, sobald die spekulativen Anleger beginnen, Gewinne mitzunehmen."

 

Geduld ist gefragt
Die Erholung der Ölpreise dürfte in den kommenden Monate weitaus weniger dynamisch als vom Tief im Januar aus verlaufen. Zudem muss natürlich immer mit deutlichen Rückschlägen gerechnet werden. Shell ist aber auch auf dem aktuellen Ölpreisniveau profitabel. Zudem wird wohl die stattliche Dividende von 1,88 Dollar, was einer Rendite von fast acht Prozent entspricht, aufrecht erhalten. Deshalb können Dividendenjäger hier weiter zugreifen (Stopp: 17,50 Euro).

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BP enttäuscht – und belastet Total und Shell

Den Aktien der Öl- und Gasproduzenten bläst derzeit ein harter Wind ins Gesicht. Neben der zuletzt schwachen Ölpreisentwicklung belasten im heutigen Handel die Zahlen des britischen Energieriesen BP. Denn diese lagen deutlich unter dem, was die Marktteilnehmer im Vorfeld erwartet hatten. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Royal Dutch Shell: Deutsche Bank wird skeptischer

Die Aktie des britischen-niederländischen Energieriesen Royal Dutch Shell befindet sich aktuell in einer Konsolidierungsphase. Der jüngste Analystenkommentar aus dem Hause Deutsche Bank dürfte indes wenig dazu beitragen, dass die Papiere nun kräftig Fahrt aufnehmen, denn die Experten werden nun … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Royal Dutch Shell: Kaufen und liegen lassen

Die Schweizer Großbank UBS hat sich erneut näher mit den Anteilscheinen der großen europäischen Öl- und Gasproduzenten befasst. Im Rahmen dessen wurde auch die Aktie von Royal Dutch näher unter die Lupe genommen. Die Einstufung für die Papiere des Energieriesen wurde dabei auf "Buy" belassen. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Royal Dutch Shell: „Die beste Ölaktie der Welt“

Das Wirtschaftsmagazin Barron's hat sich zuletzt intensiv mit der Aktie des britisch-niederländischen Energieriesen Royal Dutch Shell befasst. Ihr Ergebnis: Shell ist „the world's best big oil stock". Nach Ansicht der Experten sollte die Aktie selbst bei stagnierenden Ölpreisen mehr als 20 Prozent … mehr