Rocket Internet
- Matthias J. Kapfer - Werkstudent

Rocket Internet gibt nach schwarzen Zahlen Vollgas

Das Beteiligungsunternehmen Rocket Internet vermeldet seine Zahlen zum zweiten Quartal, und zieht somit eine Bilanz zum ersten Halbjahr 2018. Zuletzt geriet das Berliner Unternehmen durch eine Herabstufung deutlich unter Druck. Heute steht der MDAX-Konzern aber auf der Gewinnerseite.

Rocket Internet konnte im abgelaufenen Halbjahr einen Konzernumsatz in Höhe von rund 24 Millionen Euro erzielen (Vorjahreszeitraum: 18 Millionen Euro). Besonders erfreulich zeigt sich der Konzerngewinn, welcher mit rund 297 Millionen Euro deutlich über dem des ersten Halbjahres 2017 lag. Mit einem Netto-Verlust von rund 27 Millionen Euro schrieb Rocket Internet im Vorjahreszeitraum noch rote Zahlen. (Weitere Kennzahlen finden sie in der Pressemitteilung)

Der Verkauf von Anteilen des ebenfalls börsennotierten Essenslieferanten Delivery Hero sowie die IPOs des Kochboxenversenders HelloFresh und Online-Versandhändlers Home24 sorgten für den ordentlichen Konzerngewinn. Die Beteiligungen zeigen ebenfalls weiteres Umsatzwachstum und Margenverbesserung. Zuletzt hatte der Konzern bekanntgegeben den Online-Möbel-Händlers Westwing an die Börse zu bringen.

Aktienrückkaufprogramm gestartet

Die Taschen des Internet-Beteiligungsunternehmen sind weiterhin prall gefüllt. Der Konzern sitzt auf verfügbare liquide Mittel in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Schulden hat der Konzern laut der heute veröffentlichten Mittelung keine mehr, die wesentlichen Schulden seien passé.

Die vollen Taschen nutzt der Konzern um Aktien des eigenen Unternehmens zurückzukaufen. Rocket Internet will mit dem auferlegten Aktienrückkaufprogramm bis zu 150 Millionen Euro für rund 5,5 Millionen Aktien aufwenden. Das Programm startet am heutigen Donnerstag und läuft bis spätestens September nächsten Jahres.

Zahlen beflügeln den Aktienkurs

Der Aktienkurs des Internet-Beteiligungsunternehmen kann infolge der guten Zahlen am Morgen deutlich an Luft gewinnen. Eine Herabstufung durch die US-Großbank JPMorgan sorgte zuletzt für eine Eintrübung des Charts. Anleger bleiben nach den guten Halbjahreszahlen an Bord, setzten aber sicherheitshalber einen Stopp bei 25,00 Euro.

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