Roche
- Marion Schlegel - Redakteurin

Roche-Mittel erhält Sonderstatus – achten Sie bei der Aktie auf diese Marken

Roche bleibt in der Erfolgsspur. Zunächst kündigte der Konzernchef, Severin Schwan, vor Kurzem an, den von vielen Anlegern befürchteten Einstieg von Nachahmerpräparaten für die Blockbuster-Produkte Mabthera, Herceptin und später Avastin kompensieren zu können (vgl. „Roche optimistisch: Top-Zulassung noch im ersten Halbjahr“). Nun hat das Unternehmen einen weiteren Erfolg aus der Pipeline gemeldet. Roche hat mit seinem Krebsmittel Atezolizumab einen Schritt nach vorne gemacht. In den USA hat die Tochter Genentech von der Gesundheitsbehörde FDA für das Mittel bei der Behandlung von Blasenkrebs den Status "Priority Review" erhalten, wie Genentech in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Diese bevorzugte Behandlung von Zulassungsgesuchen wird von der FDA dann gewährt, wenn ein Medikament bedeutende Verbesserungen gegenüber bisherigen Behandlungsformen etwa in Bezug auf Sicherheit oder Wirksamkeit verspricht.

Atezolizumab soll dabei bevorzugt untersucht werden in der Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinoms, deren Krankheitsbild sich während oder nach platinhaltiger Chemotherapie vor oder nach einem klinische Eingriff verschlechtert hat, wie es heißt. "Atezolizumab hat von der FDA den Status Priority Review auf Basis der Daten der IMvigor 210-Studie erhalten. Diese hatte gezeigt, dass das Mittel Tumore bei einem Typ von Blasenkrebs verkleinert hat", sagte Sandra Horning, Leiterin der globalen Produktentwicklung von Roche in einer Mitteilung des Unternehmens.

Wichtige charttechnische Marken

Aus charttechnischer Sicht ist das Papier von Roche zuletzt allerding etwas unter Druck geraten. Wichtig ist nun, dass das Februartief bei 216,90 Schweizer Franken nicht mehr durchschritten wird. Gelingt die Bodenbildung, dürfte das Papier relativ rasch in Richtung des nächsten Widerstands bei 244,00 Schweizer Franken marschieren. In diesem Bereich verläuft außerdem die 200-Tage-Linie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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