Roche
- Marion Schlegel - Redakteurin

Roche kann dreifach punkten – so reagiert die Aktie

Der Schweizer Pharmakonzern kann kurz vor Weihnachten gleich mit mehreren guten News aufwarten. Die Roche-Tochter Chugai beispielsweise hat vom japanischen Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales den "Orphan Drug Status" für das Medikament Avastin erhalten. Die Behörde erteilt Avastin diesen Status in der Behandlung des malignen Mesothelioms des Brustfells (Pleuramesotheliom), wie die japanische Tochter in einer Mitteilung am Donnerstag berichtet. Wie es weiter heißt, erkranken jährlich etwa 2.000 Menschen an dieser speziellen Form von Krebs. Es gebe einen hohen medizinischen Bedarf bei jenen Patienten, deren Aussichten eher schlecht seien, so Chugais Senior Vice President, Yasushi Ito. Chugai führt derzeit mit Avastin eine Phase-II-Studie (JO39183) durch, um die Sicherheit und Toleranz einer Kombination aus Avastin, Cisplatin und Pemetrexed bei Patienten zu testen, die zuvor noch keine Chemotherapie hatten.

Zudem hat Roche die vielversprechenden Resultate von verschiedenen Phase-3-Studien zum MS-Medikament Ocrevus (Ocrelizumab) im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Wie Roche mitteilte, würden die Daten der drei Studien namens "Opera I" und "Opera II" sowie "Oratorio" belegen, dass Ocrevus das erste und bisher einzige Medikament in der Entwicklungsphase sei, das für beide Formen der Multiplen Sklerose wirksam sei. Alle drei Studien haben den Angaben zufolge den primären Endpunkt erreicht. Zudem überzeugte das Sicherheitsprofil.

Auch mit seinem Mittel Emicizumab hat Roche in der Phase-3-Studie HAVEN 1 den primären Endpunkt erreicht. In der Studie wurde das Mittel prophylaktisch bei Patienten ab einem Alter von zwölf Jahren eingesetzt, die unter Hämophilie A leiden und dabei inhibitorische Antikörper gegen den Blutgerinnungsfaktor VIII entwickelt haben.

Aktie hängt fest

Die Aktie von Roche kann von den positiven Meldungen allerdings nicht profitieren. Derzeit notiert der Wert nahezu unverändert. Noch immer hängt die Aktie am wichtigen Widerstand bei 240 Schweizer Franken, in dessen Bereich auch die 200-Tage-Linie verläuft, fest. Ein Ausbruch darüber würde ein Kaufsignal bedeuten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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