Roche
- Marion Schlegel - Redakteurin

Roche-Aktie: Rückschlag sorgt für Verluste

Nachdem der Schweizer Pharmakonzern Roche zuletzt mit einer Erfolgsmeldung nach der anderen aufwarten konnte, musste er mit seinem Blutkrebsmittel Gazyva/Gazyvaro in einer wichtigen Studie einen Rückschlag hinnehmen. Die Phase-III-Prüfung habe ihren primären Endpunkt nicht erreicht, teilte das Unternehmen am heutigen Montag mit. In der sogenannten Goya-Studie wurde das Mittel bei Patienten mit einer bestimmten Form von Blutkrebs - nicht vorbehandeltem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom - eingesetzt. In der Studie ergab sich keine signifikanten Verbesserungen gegenüber den bestehenden Produkten Mabthera/Rituxan (Rituximab). Gazyva galt bislang als möglicher Nachfolger für den Blockbuster Rituxan. Das Unternehmen erhoffte sich von dem neuen Mittel einen besseren Schutz gegen Nachahmerprodukte. Roche-Aktien verloren zum Handelsauftakt gut ein Prozent an Wert.

Aktie technisch angeschlagen, mittelfristig weiter aussichtsreich

Die Studie ist sicherlich sehr enttäuschend, da das Mittel als großer Hoffnungsträger galt. Nichtsdestotrotz hat Roche eine Vielzahl weiterer hochinteressanter Mittel in der Pipeline. Nach der Meldung verliert das Papier allerdings 1,1 Prozent auf 231,90 Euro. Damit rutscht die Aktie auch unter die wichtige 200-Tage-Linie und ist vorerst technisch angeschlagen.

Goldman Sachs hatte zuletzt die Roche-Aktie mit einem Kursziel von 385 Franken auf der "Conviction Buy List" belassen. Die Aussichten der Wirkstoffkandidaten in fortgeschrittenen Testphasen würden deutlich unterschätzt, so Analyst Keyur Parekher nach einem Treffen mit dem Management der Tochter Genentech. Dies gelte vor allem für das MS-Medikament Ocrevus.

Optimistisch präsentierte sich vor Kurzem auch die Privatbank Berenberg. Sie hat das Kursziel für den Schweizer Pharmakonzern zwar von 300 auf 285 Franken gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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