Sixt
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert Sixt: Ausverkauf beendet - Gegenbewegung bietet Chance auf bis zu 30%

Der Wachstumsmotor bei Sixt brummt. Deutschlands größter Autovermieter profitiert von der stark wachsenden Nachfrage von Firmenkunden, Privatkunden und Touristen im In- und Ausland. Nach einer deutlichen Kurskorrektur, sollte die Aktie nun wieder auf die Überholspur wechseln.

Sehr erfreulich ist die Entwicklung in den USA, wo Sixt mit seinem Service Marktanteile über dem landesüblichen Niveau gewinnt – und trotz hoher Investitionen anders als die Wettbewerber profitabel ist. Sixt ist zwar erst seit 2011 vor Ort aktiv. Der US-Markt ist aber schon jetzt der zweitgrößte Markt für den Autovermieter und dürfte laut Firmenchef Erich Sixt „für viele Jahre ein Wachstumstreiber des Konzerns sein“.

Ebenfalls positiv: Das digitale Zeitalter verändert das Auto grundlegend. Immer mehr Menschen sehen die eigene Mobilität rational als Dienstleistung, für die man nur zahlt, wenn man sie benötigt – vor allem in den Großstädten. Sixt hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird ein digitales Komplettangebot für Carsharing, klassische Autovermietung und Chauffeurdienste anbieten: Mobilität per Smartphone-App.

Damit erfindet der Konzern das Rad nicht neu, kann jedoch aus einer Position der Stärke die notwendigen Investitionen vornehmen, denen schnell auch positive Erträge gegenüberstehen sollten. In den letzten fünf Jahren hat Sixt den Umsatz im Schnitt um knapp zehn Prozent und den Gewinn um 15 Prozent gesteigert.

Die Aktie ist in den letzten Wochen im schwachen Marktumfeld dennoch deutlich unter die Räder gekommen. Seit dem Jahreswechsel ist der Verkaufsdruck aber gewichen. Mit einem 2019er-KGV von 15, einer Dividendenrendite von knapp drei Prozent und den Wachstumsaussichten ist die Aktie nach dem jüngsten Kurskorrektur recht günstig bewertet – und sollte daher nun wieder durchstarten. Das nächsten Ziele lauten 80 Euro (hier verläuft der Abwärtstrend) und 95 Euro (hier wartet ein wichtiger horizontaler Widerstand).

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 

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