QSC
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert QSC: Deal mit Vodafone – kommt da noch mehr?

 Vodafone setzt künftig auf die Verschlüsselungstechnologie der QSC-Tochter FTAPI. Auf ihrer CeBIT-Pressekonferenz stellte Vodafone die "Secure E-Mail" für Geschäftskunden vor. Die Anleger reagierten erfreut. Die Meldung beflügelte vor allem die QSC-Aktie. Wie geht es weiter?

"Secure E-Mail" für Geschäftskunden basiert auf einer FTAPI-Technologie zum einfachen und sicheren Versand verschlüsselter E-Mails und Dokumente. "Absender und Empfänger müssen mit unserer Technologie nicht erst aufwändig Schlüssel erstellen oder manuell austauschen. Die FTAPI-Technologie übernimmt diesen Vorgang vollautomatisch", erläutert Stephan Niedermeier, Geschäftsführer der FTAPI GmbH. Namhafte Unternehmen setzen bereits auf FTAPI. Die Kunden können wählen, ob sie die Server für den Datenaustausch in Eigenregie oder aber in einem QSC-Rechenzentrum in Deutschland betreiben wollen.

"Diese Kooperation von Vodafone und QSC zeigt, dass die von QSC selbst entwickelten, sicheren Cloud-Services in Deutschland auch für große Reseller äußerst attraktiv sind", kommentiert Jürgen Hermann, Vorstandsvorsitzender der QSC AG, den Vertragsabschluss. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. Aber Vodafone als Referenzkunde kann sich sehen lassen. Weitere Abschlüsse könnten folgen.

Fundamental wurde zu QSC in den letzten Wochen alles gesagt. Der IT- und Telekommunikationsanbieter blickt nach einem äußerst schwachen Jahr skeptisch in die Zukunft. Aber: Nach den letzten Hiobsbotschaften kann Vorstand Hermann, der weiter an der Strategie festhält, den QSC-Fokus vom DSL-Netzbetrieb auf Cloudprodukte für den Mittelstand zu verlegen, mit solchen positiven Nachrichten bei den Anleger wieder punkten.

Zudem würde der mögliche (Teil-) Verkauf des DSL-Netzes neue Impulse für die TecDAX-Aktie liefern. Der IT-Anbieter besitzt eines der größten deutschen Telekommunikationsnetze für Geschäftskunden, doch der Netzbetrieb ist teuer. Mitte Dezember hatte die Gesellschaft bestätigt, schon seit Längerem verschiedene Optionen für die Nutzung des DSL-Netzes zu prüfen. Diese Optionen umfassen auch einen möglichen Verkauf des DSL-Netzes, befinden sich dem Vernehmen nach aber noch in einem sehr frühen Stadium. Laut Medienberichten soll der Internetdienstleister United Internet Interesse haben. „Ein Partner für das unterausgelastete DSL-Netzwerk oder ein Verkauf des Assets könnte die Kostenstrukturdeutlich entlasten und die Migration hin zu einem ITC-Anbieter beschleunigen“, so Wolfgang Specht vom Bankhaus Lampe. Eine Transaktion in diesem Bereich bilde damit den größten Katalysator für die Bewertung. Der Analyst sieht die Aktie erst bei 2,50 Euro fair bewertet.

Hellt sich der Newsflow bei QSC tatsächlich noch mehr auf, dürfte sich die Aktie weiter von ihren Tiefstständen lösen. DER AKTIONÄR hält daher im Real-Depot an seiner Trading-Position vorerst fest.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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