Leoni
- Michael Schröder - Redakteur

Leoni: Vorstand sieht keine nennenswerten Einschränkungen, aber ...

Nach den gekappten Gewinnzielen für 2014 bleibt der Autozulieferer Leoni zuversichtlich für die kommenden Jahre. Der Automobilzulieferer will im kommenden Jahr beim Umsatz und vor allem beim Gewinn weiter zulegen. Ebenfalls positiv: Im vierten Quartal ist die Nachfrage aus der Autobranche bislang gut gewesen. Die Franken spüren bei den Kunden bisher keine nennenswerten Einschränkungen durch die aktuelle gesamtwirtschaftliche Verunsicherung. Die Börsianer haben dennoch ein Haar in der Suppe gefunden.

Eckdaten zu Umsatz und dem Gewinn vor Zinsen und Steuern hatte Leoni schon vor vier Wochen mitgeteilt. Mitte Oktober wurde wegen Anlaufschwierigkeiten bei neuen Projekten der wichtigen Bordnetz-Sparte das Gewinnziel für das laufende Jahr um 20 Millionen Euro gekappt. Die unerwarteten Kosten, die vor allem die Produktion in einem Werk in Mexiko betrafen, schlugen im dritten Quartal auch auf den Überschuss durch: Unter dem Strich blieben mit 16,1 Millionen Euro gut zehn Prozent weniger als vor einem Jahr. Heute hat der MDAX-Konzern die endgültigen Zahlen präsentiert.

Über die guten mittelfristigen Aussichten hat DER AKTIONÄR zuletzt gestern berichtet. Diese wurden durch den positiven Ausblick vom Vorstand Klaus Probst noch einmal bestätigt. Diese Prognose gilt unter der Annahme, dass sich das konjunkturelle Umfeld nicht wesentlich verändert. Die Börsianer haben dennoch ein Haar in der Suppe gefunden: Einem Händler zufolge belastet vor allem die neue Unternehmensprognose für den Free Cashflow. Nach bisher etwa 30 Millionen Euro erwarte der Autozulieferer nun nur noch eine schwarze Null. Auch dieses neue Ziel erscheine recht optimistisch. DER AKTIONÄR hat den Stoppkurs für das Zertifikat im Real-Depot daher eng nachgezogen. Kommt es zu einem kurzfrisigen Rücksetzer, können so die Trading-Gewinne der letzten Wochen gesichert werden.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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