GFT Technologies
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert GFT Technologies: Ende der Kursrallye nicht in Sicht

Bei GFT Technologies hat sich zuletzt einiges getan. Nach der Aufgabe des Geschäftsbereichs „Emagine“ wurden die Prognosen für das Gesamtjahr zunächst gesenkt. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr und einer kleineren Übernahme in Spanien wurden die Jahresprognosen dann wieder leicht angehoben. Die TecDAX-Aktie setzt derweil ihren Höhenflug fort.

Mit dem Verkauf des Personaldienstleisters „Emagine“ kann sich der IT-Dienstleister nun voll auf das wachstumsstarke und ertragreiche Geschäft mit der Finanzindustrie konzentrieren. Dass infolge des Verkaufs auch die Jahresprognose angepasst wurde, war die logische Konsequenz und nicht der operativen Entwicklung der Gesellschaft geschuldet.

Das zeigen auch die in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen. Im ersten Halbjahr hatte GFT seine Umsätze dank der Übernahme der britischen Rule Financial um 57 Prozent auf 178,76 Millionen Euro gesteigert. Unterm Strich verdiente der auf die Finanzbranche spezialisierte IT-Dienstleister 8,85 Millionen Euro nach 6,59 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Daher wurde der Ausblick erneut angehoben: Auf das Gesamtjahr gesehen rechnet das TecDAX-Unternehmen nun mit einem Umsatz von 362 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 30 Millionen Euro.

Die Zahlen kamen am Markt und bei den Analysten gut an. Das Analysehaus Warburg Research hat GFT nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 25,50 Euro belassen. Der IT-Dienstleister habe die Erwartungen etwas übertroffen, so Analyst Andreas Wolf. Das Wachstum aus eigener Kraft sei stark gewesen. Von Januar bis Juni war GFT aus eigener Kraft um 23 Prozent gewachsen.

Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung auch auf "Buy", aber mit einem Kursziel von 27 Euro belassen. Der Anbieter von IT-Produkten habe ein weiteres exzellentes Quartal hinter sich und die Jahresziele leicht angehoben, so Analyst Benedikt Orzelek. Er glaube, dass GFT die eigenen neuen Prognosen im Laufe des zweiten Halbjahres sogar übertreffen könne.

Auch der GFT-Finanzvorstand Jochen Ruetz schließt nicht aus, dass er seine Erwartungen im Laufe des Jahres noch einmal nach oben anpassen werde. Zur Erinnerung: GFT profitiert derzeit stark von der wachsenden Regulierung des Finanzsektors, außerdem setzten die Banken und Institute mehr und mehr auf die Digitalisierung von Prozessen. Aber: Nach diversen Zu- und Verkäufen plant der Finanzvorstand vorerst keine weiteren Veränderungen. "Vor 2016 werden wir nicht weiter zukaufen.“

Der Real-Depot-Wert sollte seine Aufwärtsbewegung fortsetzen. Mit dem Sprung über 23,43 Euro würde ein neues Allzeithoch erreicht – und ein frisches Kaufsignal generiert. Das nächste Kursziel wartet dann bei 25 Euro.

 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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