Cropenergies
- Michel Doepke - Redakteur

Prognose gekappt: Südzucker-Tochter CropEnergies leidet unter Preisverfall

Die Südzucker-Tochter CropEnergies hat sich im Rahmen der Prognose für das Geschäftsjahr 2018/2019 bereits auf niedrigere Ethanolpreise eingestellt. Dem anhaltenden Preisdruck muss der Bioenergie-Produzent nun Tribut zollen: Die Prognose wird nach dem ersten Quartal des Fiskaljahres gekappt – die Kursgewinne der Vorwoche gibt die Aktie wieder ab.

Sowohl auf der Umsatz- als auch EBITDA-Seite muss die Südzucker-Tochter eine Korrektur nach unten vornehmen. Im Geschäftsjahr rechnen die Mannheimer nun mit Erlösen in einer Bandbreite zwischen 810 bis 860 Millionen Euro nach zuvor in Aussicht gestellten 840 bis 900 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll sich auf 25 bis 55 Millionen Euro belaufen. Zuvor kalkulierte Cropenergies mit einem Resultat zwischen 65 und 95 Millionen Euro.

Schwaches Auftaktquartal

Gemäß vorläufigen Ergebnissen sank der Umsatz im ersten Quartal um 17 Prozent auf 192 Millionen Euro. Der Druck der auf den Margen lastet, macht sich beim operativen Ergebnis besonders stark bemerkbar. Diese Kennziffer brach von 23 Millionen Euro im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 auf lediglich 5 Millionen Euro ein.

Erholungsbewegung abrupt beendet

In Mai konnte die CropEnergies-Aktie den seit September 2017 bestehenden Abwärtstrend knacken und gut 20 Prozent an Wert gewinnen. Aufgrund der Prognosesenkung ist das Papier zweistellig eingebrochen. Um weitere Kursabschläge zu vermeiden, muss der Titel nun die Unterstützungszone im Bereich von 5 Euro verteidigen. DER AKTIONÄR behält die Cropenergies-Aktie weiter auf der Watchlist.

 

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