Paion
- Alfred Maydorn - Redakteur

Paion: Japan-Schock verpufft – Aktie wieder im Aufwind

Der Paion-Kooperationspartner Ono Pharmaceutical wird keinen Zulassungsantrag für Remimazolan in Japan stellen. Diese Meldung hat die Aktie für Paion zur Handelseröffnung stark unter Druck gebracht, sie fiel zunächst bis auf 2,16 Euro zurück. Mittlerweile zieht der Kurs aber wieder kräftig an – denn die Nachricht aus Japan ist alles andere als schockierend. 

Der japanische Partner Ono Pharmaaceutical wird keinen Zulassungsantrag für Remimazolam in Japan stellen und die Rechte für das Narkosemittel an Paion zurückgibt. Als Begründung wurden strategische Überlegungen sowie „pharmakokinitische Effekte“ angeführt. Allerdings wurden während der klinische Studien keine besorgniserregenden Nebenwirkungen festgestellt. 

Hausgemachte Probleme

Wirklich überraschend kommt die Nachricht von Ono nicht, schließlich hatten die Japaner bereits im September mitgeteilt, dass sie die Zusammenarbeit mit Paion noch einmal überdenken wollen. Tatsächlich waren es wohl in erster Linie die „strategischen Gründe“, die zu der Trennung geführt haben. Denn Ono steckt in der Krise, der Konzern hatte vor kurzem seine Prognosen kassiert und angekündigt, jedes seiner Produkte und Präparate detailliert überprüfen zu wollen und die Kostenstruktur zu reduzieren. Und da wurden eben einige Projekte fallen gelassen – unter anderem auch Remimazolam. 

Die gute Nachricht ist, dass Paion sämtliche bisher von Ono geleistete Meilensteinzahlungen behält, die Rechte zurückbekommt und sich jetzt einen neuen Partner suchen kann. Noch einmal betonte das Unternehmen, dass es keine Auswirkungen auf die laufenden Entwicklungsprogramme für Remimazolam in Europa und in den USA gebe. 

Kurs hat schon reagiert

Die Aktie von Paion reagiert auf die Nachricht aus Japan zunächst mit deutlichen Abschlägen, das Tagestief wurde bei 2,16 Euro markiert. Mittlerweile hat sich die Aktie von ihren Tiefstkursen deutlich erholt und es gibt durchaus Argumente für eine Fortsetzung der Erholung. Denn die Absage von Ono kam nach den klar geäußerten Zweifeln im September nicht wirklich überraschend. Und der Kurs von Paion notierte schon vor dem heutigen Tag deutlich unter dem Niveau vor der angekündigten Verschiebung der Zulassung. 

Fast unverändertes Potenzial

Jetzt kann sich Paion einen neuen Partner suchen. Und selbst wenn –, was kaum zu erwarten ist – der japanische Markt komplett ausfällt, so beeinflusst das die zu erwartenden Gesamtumsätze von Remimazolam mit weit unter zehn Prozent. Am Gesamtpotenzial von Remimazolam und der Paion-Aktie ändert die heutige Nachricht wenig. Aber sie sorgt für ein Ende der Verunsicherung – und das kommt an der Börse in der Regel gut an. 

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| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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