OSRAM LICHT
- Nikolas Kessler - Volontär

Osram hält an neuer Strategie fest – Investoren rebellieren

Der Lichtspezialist Osram lässt sich trotz Kritik der Investoren nicht von seiner neuen Konzernstrategie abbringen. Im Gespräch mit dem Handelsblatt hat Konzernchef Olaf Berlien die Pläne verteidigt. Der Aktie fehlt es nach dem Kursrutsch weiterhin an Impulsen.

Die neue Konzernstrategie sieht unter anderem Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro vor. Bis zu einer Milliarde Euro davon soll in den Bau einer neuen Chipfabrik in Malaysia fließen. Der Aufsichtsrat habe für das Werk ein Ausbauvolumen in dieser Größenordnung genehmigt, sagte Berlien. Dieses werde „abhängig von der Marktentwicklung in mehreren Stufen“ umgesetzt.

Der Manager räumte ein, dass die neue Strategie auch Risiken berge. Bislang sei das Unternehmen stark von der Restrukturierung geprägt gewesen. Mit der Abspaltung des traditionellen Geschäfts sei diese aber praktisch beendet. „Wir wandeln uns somit zu einer Wachstumsaktie und haben damit ein anderes Risikoprofil- größere Chancen bedingen auch ein höheres Risiko.“

Für das traditionelle Geschäft mit Glühbirnen gibt es nach Angaben des Konzernchefs zahlreiche Interessenten. „Im neuen Jahr werden wir entscheiden, mit wem wir intensiver verhandeln.“ Als Kaufpreis erwarte er einen dreistelligen Millionenbetrag.

Widerstand der Investoren

Mit der neuen Strategie ist die Konzernspitze auf heftigen Gegenwind von den Investoren gestoßen. Unmittelbar nach der Bekanntgabe war die Aktie um knapp 30 Prozent eingebrochen. Seitdem haben sich die Wogen kaum geglättet.

Die Fondsgesellschaft Union Investment, die rund zwei Prozent der Osram-Aktien hält, fordert nach wie vor, die Pläne für die neue Chipfabrik bis zur Hauptversammlung im Februar zu stoppen. Fondsmanager Michael Muders sprach sich stattdessen für eine Fokussierung auf das Auto- und Industriegeschäft aus.

Abwarten

Nach dem Kursrutsch Anfang November konnte sich die Osram-Aktie  stabilisieren, seitdem fehlen ihr allerdings die Impulse. In der gegenwärtigen Situation drängt sich der Wiedereinstieg nicht auf. Anleger bleiben an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)


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