Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Ölriese Royal Dutch Shell: Die hohe Dividende ist sicher!

Die lange Zeit eher langweiligen Ölaktien sind im Zuge des Ölpreisverfalls wieder verstärkt in den Fokus der Anleger gerückt. Kein Wunder, schließlich sind die Bewertungen in diesem Sektor derzeit wirklich günstig. Mittlerweile locken Papiere wie etwa Royal Dutch Shell mit satten Renditen von rund 5,7 Prozent.

Der britisch-niederländische Energieriese wird im ersten Quartal 0,47 US-Dollar an die Anteilseigner ausschütten. Für das Gesamtjahr rechnen Analysten derzeit mit einer Dividende von 1,88 Dollar. Dies dürfte trotz der niedrigen Ölpreise zu stemmen sein, denn die Experten rechnen auch in diesem schwierigen Marktumfeld mit einem Nettogewinn von 12,9 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,13 Dollar je Aktie. Zudem spart Shell derzeit deutlich ein und kappt die Investitionen in den kommenden drei Jahren um 15 Milliarden Dollar.

Keine Senkung seit 1945

Konzernchef Ben van Beurden erklärte bei der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen, dass er alles tun werde, um die „iconic dividend“ zu sichern. Schließlich ist die Dividende bei Shell seit 1945 (!) nicht mehr gesenkt worden. Es ist schwer vorstellbar, dass van Beurden mit dieser Tradition brechen wird. Dafür geht es Shell mit seinem starken Standbein im weiterhin gut laufenden Raffineriegeschäft und zahlreichen – auch auf diesem Preisniveau immer noch sehr lukrativen – Ölquellen in aller Welt einfach noch viel zu gut. Zumal zu den wichtigsten Shell-Aktionären eine ganze Reihe britischer Pensionskassen gehören, die im Ernstfall vehement auf eine Aufrechterhaltung der satten Dividende drängen werden.

B-Aktie bevorzugen

Mit einem KBV von 1,2, einem 2016er-KGV von 12 und der Dividendenrendite von 5,7 Prozent ist die Aktie des hervorragend aufgestellten Energieriesen ein wahres Schnäppchen des europäischen Aktienmarktes. Dividendenjäger können sich daher die B-Aktie von Shell ins Depot holen (Stopp: 22,50 Euro). Denn für die B-Aktien gilt die britische Quellensteuer von 0 Prozent. Man erspart sich somit also die Mühe, die ausländische Quellensteuer aufwändig zurückzuholen.

 

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