Nordex
- Martin Mrowka - Redakteur

Nordex: Neuer Auftrag - neue Hoffnung

So kann's gerne weitergehen, wird so mancher Nordex-Aktionär denken. In der vergangenen Woche heimste der deutsche Windkraftanlagen-Bauer drei Aufträge aus Spanien ein, nun folgt ein Großauftrag aus Brasilien. Die Nordex-Aktie arbeitet an ihrem Turnaround.

Aus 41 Turbinen der Baureihe AW125/3000 wird der Windpark "Fortim" bestehen, den der brasilianische Energieversorger Furnas, eine Tochter von Eletrobras, bei Nordex bestellt hat. Insgesamt 123 Megawatt sollen ab 2019 im Bundesstaat Ceará im Nordosten Brasiliens nahe der Küste erzeugt werden. Im Lieferumfang ist auch der Service der Anlagen über eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren enthalten.

Aufträge aus dem Ausland

Vor einer Woche unterzeichnete die Nordex Group bereits den Auftrag für drei Windparks in Spanien mit einer Leistung von zusammen 95 Megawatt. Die Anlagen sollen ab Frühjahr 2019 nahe Zaragoza und Cuenca installiert werden.

So erfreulich die Aufträge aus dem Ausland sind - Nordex braucht vor allem im darbenden Deutschland-Geschäft Erfolge. Hierzulande kämpfen die Windkraftanlagen-Hersteller nach wie vor mit Preisdruck und rückläufigen Subventionen. Vorstandschef José Luis Blanco verbreitete zwar Anfang Juni auf der Hauptversammlung Zuversicht, dass sich auch der deutsche Markt langfristig erholen werde. Doch davon ist noch nichts zu spüren.

Setzt sich der Turnaround fort?

Die kurzfristige Erholung des Aktienkurses von Nordex bekommt dann auch immer wieder Dämpfer. Am vergangenen Montag ging es bis auf 10,55 Euro nach oben, am Freitag wurde bei 9,40 Euro wieder die 200-Tage-Linie getestet. Heute Morgen zog der TecDAX-Wert bis auf 9,79 Euro an, konnte das Niveau aber zunächst nicht verteidigen.

Für einen nachhaltigen Kursaufschwung aufwärts bedarf es einer nachhaltigen Erholgung des Geschäfts. Die nächsten Quartalszahlen könnten bereits Aufschluss geben. Bis dahin wird die Nordex-Aktie wohl keine großen Sprünge machen. Für Trader könnte sich jedoch zwischen 9,40 Euro und der Widerstandszone bei 11,20 bis 11,70 Euro immer wieder Potenzial ergeben. Langfrist-Anleger bleiben weiter außen vor. DER AKTIONÄR hat Nordex auf der Watchlist.

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