Nordex
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Nordex: Die Trading-Strategie vor den Quartalszahlen

Die Nordex-Aktie führt seit einigen Tagen die Gewinnerliste im TecDAX mit an. Mit der Bekanntgabe eines Auftrags aus Frankreich schob sich der Wert an eine wichtige Chartmarke. Zudem kommen bald Zahlen. So sieht eine mögliche Trading-Strategie aus.

Wie Nordex heute bekannt gab, bestellte der Energieversorger EDF Energies Nouvelles zehn Turbinen mit einer Leistung von insgesamt rund 36 Megawatt. Das bescherte der zuletzt arg gebeutelten Windkraft-Aktie heute einen Kursschub von rund zwei Prozent. Zur Erinnerung: Im Februar hatte Nordex den Markt mit einer Gewinnwarnung geschockt. Aktuell notieren die Papiere noch rund 37 Prozent unter dem Kursniveau vor der Gewinnwarnung.

Sentiment verbessert sich

Das Sentiment für die Aktie scheint sich langsam aufzuhellen. Im Vorfeld der Zahlen für das zweite Quartal – diese werden am 3. August veröffentlicht – mehren sich die positiven Analystenstimmen. M. M. Warburg zum Beispiel rechnet vor allem beim Auftragseingang mit einer deutlichen Verbesserung auf 530 Millionen Euro, nachdem Nordex in den ersten drei Monaten des Jahres bei neuen Aufträgen mit nur 333 Millionen Euro enttäuschte. Grund für die Zuversicht sind die in den zurückliegenden Wochen gemeldeten Aufträge aus Brasilien (81 Megawatt), Australien (66 Megawatt), Türkei (111 Megawatt), Deutschland (81 Megawatt), Norwegen (40 Megawatt) und Frankreich (36 Megawatt).

Das sind die Analystenerwartungen: (Quelle: M. M. Warburg)

Kaufinteresse zu beobachten

Der Abwärtsdruck bei Nordex hat nachgelassen und ist in Kaufinteresse umgeschwenkt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Analysten in ihrer Einschätzung wieder optimistischer werden. Neben M. M. Warburg auch das Bankhaus Metzler, das den Wert von Sell auf Buy aufgestuft hat. Wie sieht nun eine mögliche Tradingstrategie aus? DER AKTIONÄR geht davon aus, dass der Wert im Vorfeld der Zahlen wie oben geschildert in Erwartung einer operativen Verbesserung – anziehen wird. Gelingt der Sprung über die 12,50-Euro-Marke, könnte der ausgebombte Wert durchaus bis knapp über 14 Euro laufen. Für tradingorientierte Anleger bietet sich daher ein Kauf auf dem aktuellen Niveau bei 12,30 Euro an, wobei DER AKTIONÄR am Tag vor den Zahlen, sprich am 2. August wieder zum Ausstieg rät. Denn für eine generelle Entwarnung ist es bei Nordex noch zu früh. Ein Trade ist akzeptabel, für ein langfristiges Investment ist es noch zu früh. Der Stopp für die Tradingposition sollte daher relativ eng bei etwa 11,30 Euro platziert werden.

 

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