New Relic
- Benedikt Kaufmann

New Relic: Sofware-Perle auf Wachstumskurs...40% seit Jahresbeginn

Nach den Zahlen zum dritten Quartal rumpelte es bei der Aktie von New Relic – kein Wunder bei einem Anstieg von rund 40 Prozent seit Jahresbeginn. Doch die Zahlen zeigen, dass die Software-Perle weiterhin auf Wachstumskurs ist und das Ziel bis 2022 einen Umsatz von einer Milliarden Dollar schneller erreichen könnte als erwartet.

Die Q3-Zahlen lagen über den Erwartungen. New Relic erzielte einen Umsatz von 124 Millionen Dollar – Analysten rechneten nur mit 120 Millionen Dollar. Zudem wurde erstmals auch Non-GAAP-Basis ein Gewinn je Aktie von 0,19 Dollar erzielt. Ebenfalls über den Analysten-Schätzungen, die nur bei 0,12 Dollar lagen.

Nach dem 40 Prozent Kursgewinn seit Januar hatte der Markt die starken Zahlen jedoch bereits vorweggenommen. DER AKTIONÄR empfahl entsprechend: „Dabeizubleiben, auch wenn es rumpelt.“Denn die langfristigen Aussichten für App-Performance-Management sind top. Der Markt soll innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einem CAGR von zwölf Prozent zulegen.

App-Performance-Management…Bitte was?

App-Performance-Management ist dabei für digitalisierte Unternehmen von entscheidender Bedeutung, denn heutzutage sind neue Technologien wie Cloud-Plattformen und umfassende Programmpakete die Regel. Die kurz APM genannte Software überprüft dabei nicht nur die Performance des Programms selbst, sondern auch die Hardware (Cloud oder on-premises), auf der die Anwendung läuft, sowie die Kommunikation nach außen.

Aufgrund der gesammelten Daten kann dem Anwender in Echtzeit angezeigt werden, wie der überwachte Prozess abläuft und an welcher Stelle sich Probleme ergeben. Der Anwender kann auf diese Weise auf Unregelmäßigkeiten reagieren, bevor im Kunden-Support die Telefonleitungen glühen. APM geht jedoch noch weiter. Denn die analysierten Daten werden in Graphen und Tabellen ausgegeben und damit auch für Anwender ohne IT-Erfahrung verständlich. Der Entwickler erkennt damit beispielsweise, dass der Bestellvorgang in einem Online-Shop nicht abgeschlossen werden kann, da die „Payment System API“ nicht ordnungsgemäß funktioniert. Der Produktmanager des gleichen Online-Shops sieht, dass sich die Preissteigerung der letzten Woche nicht auf das Kaufverhalten der Kunden ausgewirkt hat.

Aufwärtstrend weiter folgen

Ein derart umfassendes und verständliches Monitoring ist für Unternehmen Gold wert. Entsprechend wird investiert – und New Relic profitiert. Noch ist die Aktie mit einem KUV von 14 bewertet, doch das Ziel, bis zum Fiskaljahr 2022 einen Umsatz von einer Milliarde Dollar zu erreichen, scheint realistisch. Nach den Zahlen bleiben Anleger bei dieser Software-Perle dabei. Es gilt, dem Aufwärtstrend weiter zu folgen, da die AKTIONÄR-Empfehlung in einer schwachen Börsenphase 55 Prozent an Kursgewinn eingefahren hat.

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