Alphabet
- Benedikt Kaufmann

Neues Alphabet Spin-off in Planung

Laut einem Bericht des MIT Technology Review dürfte es bald ein weiteres Spin-off aus der Forschungsabteilung „X“ von Alphabet geben. Es handelt sich dabei um einen Flüssigsalzspeicher, der in der Lage wäre, das große Problem der Speicherung von erneuerbaren Energien zu verringern.

Das Project Malta genannte Forschungprojekt aus der geheimnisumwobenen Alphabet-Tochter „X“ könnte bald eine eigene Firma werden, wie das MIT Technology Review berichtet. Project Malta ist eine Art Flüssigsalzspeicher, der aus Solaranlagen und Windturbinen gewonnene Elektrizität in thermische Energie umwandelt und in Tanks mit Flüssigsalz speichert. Die Forscher rund um Nobelpreisträger Robert Laughlin könnten damit einen besseren Weg gefunden haben, die überflüssige Energie an wind- und sonnenintensiven Tagen für Tage mit wenig erneuerbarem Strom zu speichern.

Das System könnte sich weitaus effektiver erweisen als bisherige thermische Energiespeicher. Laut den Forschern soll es möglich sein, die Energie länger zu speichern als in Lithium-Ionen-Batterien und preislich mit Pumpspeicherkraftwerken mitzuhalten. Ein entsprechendes Patent erhielt Project Malta Ende April.

Neue Zukunftsphantasien

Nur wenig dringt aus der Alphabet-Tochter X an die Öffentlichkeit. Nur eines ist bekannt. Die Forschungsausgaben sind hoch – die Verluste noch höher. Es wird geforscht an Project Loon (Gasgefüllte Ballons die Internet in abgelegene Gegenden bringen) oder Project Wings (Warenlieferungen mit autonomen Drohnen). Auch Waymo, die mittlerweile eigenständige Selbstfahrer-Firma, stammt aus der Forschungsabteilung von X.

Investoren wünschen sich gerne mehr Einblick in die einzelnen Firmen und Forschungsprojekte, denn was treibt die Kurse mehr als eine technologische Zukunftsphantasie. Sollte es tatsächlich zum Spin-off kommen, zeigt das den Anlegern, dass neben Nest, Verily, Calico, Waymo und Deep Mind noch eine weitere Alphabet-Tochter das Potenzial besitzt zukünftig zu den Gesamterlösen des Konzerns beizutragen. Langfristiges Zukunftspotenzial – hier heißt es dabeibleiben!

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