Xilinx
- Benedikt Kaufmann

Neuer Vorstand und Goldman Conviction List – Xilinx legt rasant zu

Im vergangenen Jahr legten Chip-Aktien im Durchschnitt um 58 Prozent zu. Es war damit das zweite Jahr in Folge, in welchem der Halbleiter-Sektor den breiten Markt outperformte. Für 2018 bezweifeln jedoch die meisten Analysten, dass für eine anhaltende Rallye genügend Wachstumspotential vorhanden ist. Es soll aber Ausnahmen geben.

So dürfte laut Goldman Sachs Xilinx einer der wenigen Lichtblicke im neuen Jahr sein. Die Goldman-Analysten stuften den FPGA-Hersteller von "Halten" (72,00 Dollar) auf "Kaufen" (78,00 Dollar) herauf und fügten das Papier ihrer Conviction List hinzu. Insbesondere in der Kommunikations-Sparte würden sich erste Anzeichen eines widereinsetzenden Wachstumszyklus aufzeigen. Zusätzliches Potential sei dank neuer Anwendungsmöglichkeiten für FPGAs im Server- und Cloud-Geschäft vorhanden, so die Analysten.

Zudem gibt Xilinx-Vorstand Moshe Gavrielov Ende Januar seinen Posten an Victor Peng ab. Mit Peng übernimmt ein versierter Industrieveteran die Führung des FPGA-Herstellers. Unter ihm dürfte der Wachstumskurs, den der Konzern seit dem vergangenen Jahr wieder beschreitet, fortgeführt werden.

Seinen Preis wert

Aktuell werden die Halbleiter-Aktien mit einem durchschnittlichen KGV von 15 gehandelt. Xilinx liegt mit einem 18er KGV von 26 deutlich über dem Durchschnitt. Angesichts des sich beschleunigenden Gewinn- und Umsatzwachstums ist hier jedoch nicht von einer Überbewertung auszugehen. Im laufenden Jahr sollen die Umsätze um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,51 Milliarden Dollar ansteigen – die Nettogewinne dürften sogar 29 Prozent zulgen.

Charttechnisch sorgte das Goldman-Upgrade für den Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend. Innerhalb von drei Handelstagen schoss die Aktie um zehn Prozent nach oben. Das Jahreshoch von Anfang November bei 75,14 Dollar rückt damit in greifbare Nähe. Der aktuelle Ausbruch wird nach unten im Bereich 67,00 Dollar unterstützt.

DER AKTIONÄR empfiehlt die Gewinne bei Xilinx laufen zu lassen. In einem möglicherweise schwächelnden Chip-Zyklus könnte die Aktie zu den Gewinnern gehören.

 

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