TESLA MOTORS
- Marion Schlegel - Redakteurin

Neuer Tesla-Rivale – Aktie jetzt verkaufen?

Vor ein paar Tagen war bekannt geworden, dass General Motors (GM) zusammen mit dem Startup Lyft den Fahrdienstvermittler Uber angreifen will. Jetzt setzt die Opel-Mutter sogar noch einen drauf und bläst zum Angriff auf Tesla.

Am Mittwoch hat GM die Produktionsversion ihres Elektroautos Chevrolet Bolt vorgestellt. Das Modell soll mit einem günstigeren Preis als bisherige Elektrofahrzeuge größere Chancen auf einen Erfolg im Massenmarkt haben. Der Bolt werde nach Abzug staatlicher Vergünstigungen in den USA rund 30.000 Dollar kosten, sagte GM-Chefin Mary Barra auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Das Modell solle im laufenden Jahr in die Serienproduktion gehen.

Die Reichweite des kompakten Fahrzeugs soll bei mehr als 320 Kilometern liegen. Die Batterie könne in 60 Minuten auf 80 Prozent der Kapazität aufgeladen werden. GM will bei Kunden auch mit kleineren Details punkten: Der Rückspiegel ist ein Display, auf dem Bilder von einer Kamera übertragen werden.

Neue Herausforderungen

"Ich habe keine Zweifel, dass sich die Autoindustrie in den kommenden fünf bis zehn Jahren stärker verändern wird als in den vergangenen 50", sagte Barra. Mehr Menschen wollen Autos nur nutzen statt besitzen, die etablierten Autohersteller bekommen neue Konkurrenz von kleinen Entwicklern von Elektroautos. Daher gilt der Bolt als ein besonders wichtiges Auto für GM, die Antwort auf die Herausforderungen der Zeit. GM wolle im Wettbewerb auch seine Größe als Vorteil ausspielen, zum Beispiel das Händlernetz, sagte Barra.

 

Stopp beachten

Mit dem Chevrolet Bolt tritt GM in direkter Konkurrenz zum Tesla der dritten Generation, dem Model M, an. Dieses wird vermutlich ab 2017 erhältlich sein. Diese Entwicklung, dass Tesla zunehmend Gegenwind erhält, unterstreicht den spekulativen Charakter der Aktie. Der Blick des Papieres geht vorerst nach unten. Der Kurs ist wieder deutlich unter die 200-Tage-Linie gerutscht. Der Titel befindet sich seit dem Jahreshoch im Kampf mit dem Abwärtstrend. Investierte Anleger beachten daher den Stopp bei 155 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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