- Nikolas Kessler - Redakteur

Netflix verfehlt Neukundenprognose – Aktie sackt ab

Böse Überraschung für die Investoren von Netflix: Zum ersten Mal seit fünf Quartalen hat der Streaming-Riese die eigene Prognose für den Neukundenzuwachs verfehlt. Die Reaktion an der Börse fällt eindeutig aus – die Aktie bricht im nachbörslichen US-Handel um über zehn Prozent ein.

Statt der in Aussicht gestellten 6,2 Millionen neuen Abonnenten hat Netflix im saisonal traditionell schwierigen zweiten Quartal „nur“ 5,15 Millionen neue Nutzer gewonnen, davon 670.000 im heimischen US-Markt und rund 4,47 Millionen international. Das wirkt sich auch auf den Umsatz aus – wenn auch weniger stark als befürchtet: Der Quartalserlös lagen mit rund 3,91 Milliarden Dollar nur geringfügig unter der Unternehmens- und Analystenprognose von 3,94 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von über 40 Prozent.

Der Gewinn pro Aktie landete mit 0,85 Dollar trotz allem klar über der Konsensschätzung von 0,79 Dollar je Aktie. Verglichen mit den 0,15 Dollar in Q2/2017 hat sich das EPS somit mehr als verfünffacht. Das allein reicht den Anlegern aber nicht: Für die Netflix-Aktie geht es im nachbörslichen US-Handel kräftig bergab.

Ruhe bewahren!

Der nachbörsliche Rücksetzer lässt einen deutlichen Rückschlag zum morgigen Handelsstart befürchten. Das ist bitter, nach dem Kursverdoppler allein seit Jahresbeginn allerdings auch kein Beinbruch. Wer auf Nummer Sicher gehen will, beachtet gegebenenfalls den auf 275 Euro nachgezogenen Stoppkurs des AKTIONÄR. Eine ausführliche Einschätzung zu den Q2-Zahlen lesen Sie morgen an dieser Stelle.

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