Netflix
- Matthias J. Kapfer - Werkstudent

Regularien von der EU - kein Problem für Netflix

Die Euphorie nach den Q3-Zahlen von Netflix ist im gestrigen Handel etwas verflogen. Nach einem regelrechten Höhenflug legte die Aktie wieder den Rückwärtsgang ein. Jetzt gilt der Blick Richtung Zukunft - wie geht es mit Netflix weiter?

Mehr europäische Produktionen

Die EU will Streaming-Anbietern wie Netflix und Co Einhalt gebieten und setzt nun die Umsetzung eines Beschlusses aus dem letzten Jahr auf die Tagesordnung. Demnach beschlossen die Mitgliedstaaten eine feste Quote, welche Streaming-Anbietern vorschreibt, europäische Produktionen im Programm zu haben.

Plattformen wie Netflix und Co sind dem Beschluss zufolge gezwungen, europäischen Kunden mindestens 30 Prozent aller Serien und Filme aus deren Heimatregionen anzubieten. Mit Problemen rechnet Netflix-Chef Reed Hastings deshalb aber nicht.

Schließlich hat der Streamingdienst etwa eine Milliarde Dollar in über 100 Produktionen in 16 EU-Staaten investiert. Netflix dürfte die Quote bereits jetzt fast erfüllt haben. Genauere Zahlen wird es diesen Monat geben. Ansonsten ist es dem Unternehmen immer noch möglich, günstige Produktionen aus EU-Quellen einzukaufen, um somit die notwendige Quote zu erreichen.

Rekordzuwachs in Q4 erwartet

Auch wenn die Netflix-Aktie nach ihrem Höhenflug wieder etwas Federn lassen musste, konnte der Streaming-Riese das Vertrauen der Anleger zurückerobern. Nun gilt der Blick in Richtung Zukunft und dem traditionell starken vierten Quartal. In den letzten drei Monaten des Jahres erwartet CEO Hastings einen Rekordzuwachs von 9,4 Millionen Abonnenten weltweit.

(Quelle: Statista)

Monster-Trade mit sattem Plus geschlossen

DER AKTIONÄR war mit einem Monster-Trade auf der Long-Seite positioniert. Wer mit von der Partie war, konnte in kürzester Zeit 59 Prozent Gewinn realisieren. Da der Schein inzwischen unter den Stoppkurs gerutscht ist, wurde inzwischen auch die zweite Hälfte der Trading-Position glattgestellt.

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