- Andreas Deutsch - Redakteur

Nestlé: 160 Prozent plus - und jetzt?

Nach der Rallye ist für die Anleger des Schweizer Nahrungsmittelmultis derzeit Konsolidierung angesagt. Doch das könnte sich bald ändern. Bei Nestlé ist Leben in der Bude. Das Unternehmen hat noch mehr Kaffeedurst.

Nestlé hat offenbar Interesse am italienischen Kaffeehersteller Illycaffe. Das trifft wohl auf mehrere Konkurrenten zu, unter anderem auf JAB, die Holding der deutschen Unternehmerfamilie Reimann. Doch die Eigentümerfamilie wies die Avancen zurück, berichtet Bloomberg.

Illy, 1933 gegründet, ist einer der letzten größten unabhängigen Kaffeeröster. 2016 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 460 Millionen Euro, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Illy ist in 140 Ländern tätig.

Was Nestlé mit der Übernahme will, ist klar: die eh schon starke Position im hart umkämpften Kaffeemarkt weiter ausbauen. Die Schweizer sicherten sich im Mai für 7,2 Milliarden Dollar das Recht, Starbucks-Produkte zu vermarkten. Ein sinnvoller Schritt, denn in den USA belegt Nestlé im Kaffeemarkt nur Platz 5. Starbucks belegt Platz 1.

Durst auf mehr

Die Konsolidierung nach der Rallye ist nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Sorge. Wichtig ist, dass die Aktie weiter oberhalb der 200-Tage-Linie notiert. Seit der Empfehlung des AKTIONÄR liegt Nestlé mit 160 Prozent. Damit sollte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Dabei bleiben!

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