Siemens
- Thomas Bergmann - Redakteur

Nach Kartellamt-Schelte: Alarmstufe Rot bei Siemens

Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Bahn-Fusion von Siemens und dem französischen Konkurrenten Alstom untersagt. Das Großprojekt eines "Airbus für die Schiene" ist damit gescheitert. Gescheitert ist auch die Siemens-Aktie - sie ist unter eine wichtige Unterstützung gefallen und droht ihren Abwärtstrend zu beschleunigen.

Wie DER AKTIONÄR berichtete, hat die EU-Kommission wegen erheblicher Bedenken, dass sich der Zusammenschluss negativ auf den Binnenwettbewerb in Europa und letztlich auch auf die Verbraucher auswirken würde, die Fusion untersagt. Zwar hatten beide Parteien die Unterstützung der deutschen und der französischen Politik und zudem massive Zugeständnisse gemacht, das alles hat aber nichts genützt.

Neues Short-Signal

Aus technischer Sicht gibt die Siemens-Aktie ein ganz schlechtes Bild ab. Bleibt die Aktie nachhaltig unter der Marke von 95 Euro, muss mit einem Absturz in den Bereich von 87,50 Euro gerechnet werden. Dort träfe Siemens auf eine wichtige Unterstützung von Mitte 2016.

Siemens

Der Kursverlauf der letzten Monate lässt nichts Gutes erahnen. Niemand spricht mehr von Kaesers "Vision 2020", dem Umbau in Richtung Software-Konzern mit angeschlossener Industrieabteilung. Mit dieser Vision hatte der Siemens-Chef 2017 die Anleger begeistern und den Aktienkurs auf ein neues Rekordniveau heben können. Der Umbau ist aber ins Stocken und die damit die Aktie ins Fallen geraten.

Abwarten!

Wie berichtet, drängt sich bei Siemens ein Kauf zurzeit nicht auf. Die Charttechnik unterstreicht diese Einschätzung.

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