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- Stefan Sommer - Volontär

Munich Re-Aktie: Schwacher Jahresstart – Das sagen die Analysten

Die Aktien der Munich Re notieren am Freitag deutlich im Minus. Grund dafür ist die Ausschüttung der Dividende von 7,25 Euro je Aktie. Aber auch die Zahlen für das erste Quartal drücken bei den Anlegern auf die Stimmung.

Ein Jahresstart ohne größere Katastrophenschäden hat dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re nicht zu mehr Gewinn verholfen. Harte Konkurrenz im Geschäft mit der Deckung für Schäden durch Naturkatastrophen und die anhaltenden Niedrigzinsen machen dem DAX-Konzern zu schaffen. Mit dem schwachen Ergebnis lag der Konzern deutlich unter den Erwartung der Analysten. Der Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard schränkte allerdings ein: Man könne das Quartalsergebnis nicht einfach auf das Gesamtjahr hochrechnen.

Aktionäre profitieren

Für 2014 peilt der Vorstand einen Überschuss von 3 Milliarden Euro an. Im Vorjahr hatte der Konzern dank einer niedrigen Steuerquote 3,3 Milliarden Euro verdient. Von diesem Erfolg profitieren die Aktionäre gleich doppelt. Sie stimmten einer von 7,00 auf 7,25 Euro erhöhten Dividende zu. Außerdem will die Munich Re in den kommenden zwölf Monaten eine weitere Milliarde Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken, um den Wert der verbliebenen Papiere zu steigern.

Munich Re; Chart

Analysten wenig erfreut

Analystin Julia Siekmann hat in einer Studie vom Freitag die Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 160 Euro belassen. Die Ankündigung eines Gewinnrückgangs des Rückversicherers im ersten Quartal sei angesichts des gegenwärtig niedrigen Zinsumfelds nicht besonders überraschend gekommen, schrieb die Expertin.

Kaufen

DER AKTIONÄR bleibt bei der Munich-Re-Aktie weiter optimistisch. Die Anteile des Weltmarktführers sind immer noch günstig bewertet und bieten eine attraktive Dividendenrendite von 4,53 Prozent. An schwachen Tagen ist Aktie nach wie vor ein klarer Kauf. Das Kursziel lautet 190 Euro. Bereits investierte Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp bei 135 Euro ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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