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- Fabian Strebin - Redakteur

Munich Re: Was läuft da mit Warren Buffett?

Global Aerospace ist nur Fachleuten bekannt. Das Unternehmen tritt als Spezialversicherer im Luftfahrtbereich auf. Bisher hält die Munich Re bereits 40 Prozent an Global Aerospace und will laut Süddeutsche Zeitung den Anteil aufstocken. Der zweite Aktionär ist kein Geringerer als Warren Buffets Holding Berkshire Hathaway.

Global Aerospace ist zwar verglichen mit Versicherungsriesen wie der Allianz oder Axa eher klein. In der Raum-und Luftfahrtbranche ist der Konzern aber eine Macht. Bei der Hälfte der Flugzeugbauer sind die Londoner führend, versichert werden zudem Fluggesellschaften, Drohnen, Satelliten und Flughäfen. Airlines gehören in 80 Ländern zu den Kunden, der Bestand an Privatflugzeugen beträgt mehr als 30.000.

Berkshire Hathaway hält bisher 60 Prozent an Global Aerospace und will sich von Anteilen trennen, um in Zukunft nicht mehr die Mehrheit zu halten. Branchenkenner vermuten, dass Buffett verhindern will, gegen mögliche US-Sanktionen zu verstoßen. Denn die Luftfahrtbranche ist sehr international aufgestellt und auch in Ländern tätig, die mit Sanktionen belegt sind. Die Munich Re plant ihren Anteil von 40 auf 51 Prozent zu erhöhen. Der Kaufpreis soll sich auf einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ belaufen.

Sinnvolle Transaktion

Die Aufstockung bei Global Aerospace macht strategisch Sinn und passt zur Strategie der Munich Re, das Geschäft in lukrativen Nischen schrittweise auszubauen.

Mit einem 2018er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von 4,7 Prozent ist die Aktie aus fundamentaler Sicht günstig bewertet. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,9 rundet das Bild ab. Die Notierung versucht derzeit eine charttechnische Bodenbildung. Als Unterstützung dient die 200-Tage-Linie, die bei 181 Euro verläuft.

Wer bereits investiert ist, bleibt dabei und beachtet den Stopp bei 170 Euro. Das Kursziel beträgt 200 Euro.

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