MunichRe
- Nikolas Kessler - Redakteur

Munich Re: Vom Winde verweht

Die Hurrikans „Irma“ und „Harvey“, die in den vergangenen Wochen über Teilen der Karibik und der USA gewütet haben, hinterlassen auch Spuren in den Bilanzen der Versicherer. Wegen der erheblichen Schäden sieht die Munich Re nun das Gewinnziel für das Gesamtjahr in Gefahr.

Trotz der bisher guten Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr könnte das angepeilte Ziel eines Jahresgewinns von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro verfehlt werden, warnte der weltgrößte Rückversicherer am Mittwochabend in einer Ad-Hoc-Meldung. Dies sei abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung bis zum Jahresende. Zwar lasse sich die Höhe der versicherten Schäden durch die beiden Wirbelstürme noch nicht quantifizieren, für das laufende dritte Quartal werde aber voraussichtlich ein Fehlbetrag ausgewiesen werden, hieß es weiter.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Munich-Re-Vorstand „Harvey“ und „Irma“ als „erhebliche Ereignisse für den Versicherungsmarkt“ bezeichnet und die Höhe der versicherten Schäden auf insgesamt 20 bis 30 Milliarden Dollar geschätzt.

Aktie erneut unter Druck

Zu Wochenbeginn hatte bei den Rückversicherern noch Optimismus geherrscht. Zum einen habe „Irma“ Florida nach ersten Erkenntnissen weniger hart getroffen, als befürchtet. Zum anderen wuchs die Hoffnung, dass sich der harte Preiskampf in der Branche nun abschwächt und die Nachfrage nach Katastrophen- und Ersatzdeckungen wieder steigt. Die Aktien der Munich Re konnte daraufhin kräftig zulegen.

Einen Teil dieser Gewinne muss der DAX-Titel nach den warnenden Worten des Managements am Donnerstagmorgen wieder abgeben. Kurz vor Xetra-Handelsstart notiert die Munich-Re-Aktie mit minus 2,5 Prozent am DAX-Ende. Investierte Anleger können zwar zunächst dabei bleiben, sollten jedoch den Stopp bei 160,00 Euro im Auge behalten.

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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