MunichRe
- Thomas Bergmann - Redakteur

Munich Re: Größerer Schaden?

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im ersten Quartal operativ weniger verdient als im Jahr zuvor. Die Belastungen durch Großschäden waren wesentlich höher als im Vergleichszeitraum. An der Gewinnprognose für 2019 hält der Vorstand allerdings fest. Mut macht die Preisentwicklung bei der Erneuerungsrunde im April. DER AKTIONÄR sieht weiter Potenzial in der Aktie.

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Der operative Gewinn sank im Q1 um 32 Prozent auf 875 Millionen Euro und verfehlte die Konsensschätzungen der Analysten um stattliche 104 Millionen Euro. Der Quartalsgewinn übertraf aber die Erwartungen von 620,7 Millionen Euro.

Grund für den Gewinneinbruch: Die Gesamtbelastung durch Großschäden betrug 479 (Vorjahr: 62) Millionen Euro, darunter der Taifun Jebi mit 267 Millionen Euro. Die Schaden-Kosten-Quote fiel mit 97,9 Prozent trotzdem besser aus als erwartet (98,5 Prozent), genauso wie die erzielten Nettoprämien (11,6 statt 11,3 Milliarden Euro).

Gute Erneuerungsrunde

Bei der Erneuerungsrunde zum 1. April 2019 stiegen die Preise um 1,4 Prozent, das Prämienvolumen erhöhte sich um 10,3 Prozent auf rund 1,8 (1,7) Milliarden Euro. "Die April-Erneuerung war die sechste Erneuerungsrunde hintereinander, bei der wir unser Geschäft teilweise kräftig ausdehnen konnten", blickt CFO Christoph Jureckamit Stolz auf die Ergebnisse.

Der Ausblick für 2019 bleibt unverändert. Munich Re strebt weiter ein Konzernergebnis von rund 2,5 Milliarden Euro an.

Munich Re

Kein Grund zur Panik

Die Zahlen dürften in dieser unsicheren Phase nicht gut ankommen. Während die Aktie aus Tradersicht eher eine Pause verdient, bleiben Langfristanleger an Bord.

 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Munich Re.

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