Microsoft
- Maximilian Völkl

Microsoft: Über den Erwartungen

Das erste Quartal unter dem neuen Konzernchef Satya Nadella lief bei Microsoft besser als von Analysten erwartet. Obwohl der Konzern einen Gewinnrückgang verkraften muss, kann der neue Vorstand zufrieden sein. Nadellas plant, sich zunehmend auf das wachstumsstarke Cloud-Geschäft zu konzentrieren.

Im Ende März abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal verdiente Microsoft unterm Strich knapp 5,7 Milliarden Dollar. Das waren sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte bei 20,4 Milliarden Dollar. Mit den Geschäftszahlen übertraf das Unternehmen dennoch die Erwartungen der Analysten.

Konzentration auf das Cloud-Geschäft

Nadella selbst zeigte sich am Donnerstag zufrieden mit den ersten Ergebnissen seiner neuen Strategie. Der Konzernchef hat die Devise „mobile-first, cloud-first" ausgegeben. Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein - auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Ihm ist vor allem wichtig, dass die im Hintergrund ablaufenden Internetdienste über die riesigen Rechenzentren von Microsoft laufen.

Der Plan des Nachfolgers von Steve Ballmer scheint aufzugehen: Das Cloud-Geschäft mit der Plattform Azure wuchs um 150 Prozent. Auch die Cloud-Bürosoftware Office 365 verkaufte sich blendend. Nadella hatte als symbolträchtigen Schritt jüngst das Office-Paket auch für Apples iPad verfügbar gemacht. Office 365 zog im vergangenen Quartal eine Million neue Kunden an.

Schrumpfender PC-Markt

Nadella will Microsoft durch das Cloud-Geschäft unabhängiger vom geschrumpften PC-Geschäft und dem Betriebssystem Windows machen. Zuletzt mehrten sich allerdings die Anzeichen, dass die Talsohle hier erreicht sein könnte. Microsoft selbst berichtete von gestiegen Verkäufen besonders im Firmenkunden-Geschäft. Viele Unternehmen müssen ihre alten XP-Computer austauschen, da der reguläre Service für das alte Betriebssystem abgelaufen ist. Gleichzeitig stieg auch der Windows-Absatz im Privatkunden-Geschäft.

Umbruch

Die neue Strategie von Satya Nadella ist vielversprechend und trägt erste Früchte. Operativ dürfte es in Zukunft wieder besser laufen bei Microsoft. Der Konzern hat weiteres Potenzial, so dass die Aktie für den AKTIONÄR ein Kauf bleibt. Das Kursziel lautet 38 Euro, ein Stopp bei 22,50 Euro sichert vor Turbulenzen ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Advertorial | 0 Kommentare

DER ANLEGER: Aktien auf Rekordfahrt – So handeln Sie jetzt richtig! + Bitcoin, Immobilienaktien, GAFAM, TSI

Der Deutsche Aktienindex DAX steht in diesen Tagen so hoch wie noch nie in seiner Geschichte. Die Rekordfahrt der Aktien geht auch im achten Jahr der Hausse weiter. Allein auf Jahressicht hat das deutsche Börsenbarometer 20 Prozent an Wert gewonnen. Aktien sind damit die Anlageklasse der Stunde. … mehr
| Marco Bernegg | 0 Kommentare

Quanten-(Computer)-Sprung bei Microsoft

Auf der „Ignite“ Konferenz präsentierte Microsoft am Montag große Fortschritte im Bereich des Quantum-Computing. Der amerikanische Tech-Dino arbeitet seit über zehn Jahren an der revolutionären Technologie und ist vom zukünftigen Erfolg überzeugt. Dies bestätigt auch eine aktuelle Studie von Morgan … mehr