Metro
- Markus Bußler - Redakteur

Metro: Opfer der Russland-Krise

Die Russland-Krise rund um die Krim ist zwar gerade am Abklingen. Dennoch belasten die Spannungen zwischen Russland und dem Westen einige Unternehmen. Der Handelsriese Metro muss seine Börsenpläne für Cash & Carry Russland vorerst auf Eis legen.

Angesichts des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine steht der geplante Börsengang für die russischen Großmärkte des Handelskonzerns Metro auf wackligen Füßen. Metro habe stets betont, dass für eine Börsennotiz von Metro Cash & Carry Russland die richtigen Kapitalmarktbedingungen herrschen müssen, sagte ein Sprecher am Dienstag. „Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen ist dies derzeit nicht der Fall.“ Grundsätzlich hält Metro aber an den Börsenplänen fest. 

Platzierung in London geplant

Die Düsseldorfer haben vor, bis zu 25 Prozent der russischen Großhandelstochter an der Börse in London zu platzieren. Die Vorbereitungen dafür laufen seit geraumer Zeit. Eigentlich soll der Börsengang noch im ersten Halbjahr über die Bühne gehen. Metro-Chef Olaf Koch hatte im Februar sogar einen Termin um Ostern herum für möglich gehalten. Die erhofften Erlöse von bis zu einer Milliarde Euro sollen in das Wachstum des Gesamtkonzerns gesteckt werden.

Auch wenn die Aktie heute deutlich zulegen kann – noch befindet sich die Aktie in einem Abwärtstrend. Von einer charttechnischen Wende kann noch keine Rede sein. Wer über einen Einstieg nachdenkt, sollte eine solche Wende aber abwarten. Das Papier hat bereits im Vorfeld deutlich an Wert eingebüßt.

(mit Material von dpa-AFX)

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