K+S AG
- Andreas Deutsch - Redakteur

Max Otte und Dirk Müller: Das sind unsere Favoriten

Die Situation in der Ukraine ist nach wie vor kritisch. Zudem macht den Anlegern die hohe Bewertung der Technologie-Aktien Sorgen. DER AKTIONÄR hat Deutschlands Top-Experten Max Otte und Dirk Müller gefragt, wie es am Markt weitergeht und welche Aktien man jetzt kaufen kann.

Dirk Müller ist skeptisch für den Markt. „Ich sehe nicht, wo die Käufer herkommen sollten. Diejenigen, die vor ein bis zwei Jahren nicht gekauft haben, werden es jetzt erst recht nicht tun. Schließlich sind die Kurse ja stark gestiegen. Hingegen können die Unternehmensgewinne nicht mithalten – bis jetzt jedenfalls.“

Müller warnt vor Twitter

Zu seinen Favoriten zählen die Autobauer. „wie Volkswagen und Daimler sind zwar schon gut gelaufen, haben aber noch Potenzial. Kursrücksetzer kann man zum Einstieg nutzen.“ Das gilt auch für Qualitätsaktien wie Deutsche Telekom und SAP. „Auch bei Cisco, Apple und IBM sollten die Anleger zugreifen, wenn die Kurse nachgeben. Das sind alles Werte von Unternehmen mit starken, hochprofitablen Geschäftsmodellen und solidem Wachstum.“

Hingegen sollten die Anleger von amerikanischen Technologie-Aktien wie Twitter fernzuhalten. „Viele dieser Titel sind völlig überteuert. Die Unternehmen konnten bislang keine nachvollziehbare Erklärung abliefern, wie sie nachhaltig Geld verdienen wollen. Ich habe da meine Zweifel. Eine scharfe Korrektur der Aktien ist durchaus wahrscheinlich.“

„12.000 Punkte beim DAX sind möglich, wenn …“

Für Max Otte hängt die Entwicklung beim DAX entscheidend von der Ukraine ab. „Die Krise ist viel gefährlicher, als viele denken“, meint der Vermögensverwalter, Fondsmanager und Bestsellerautor („Der Crash kommt“). „Die USA und damit die NATO wollen die Konfrontation mit Russland.“

Sollte sich die Situation verschärfen, „hilft nur noch Gold – vielleicht“. Bei einer Entspannung werden die Aktienmärkte laut Otte wieder Fahrt aufnehmen. „12.000 Punkte beim DAX sind dann locker drin. Der Index ist zwar nicht mehr billig, aber die Qualität von Aktien im Unterschied zu Anleihen und Immobilien haben die Anleger immer noch nicht erkannt.“ Sein Rat: Kursschwäche zum Kauf nutzen!

Überraschungspotenzial haben laut dem Profi Versorger, Telekoms und Banken. „Auch in Südeuropa, Lateinamerika, Japan und Osteuropa gibt es Chancen.“ Im DAX favorisiert Otte E.on, Allianz und K+S. „Hingegen sind Beiersdorf, Fresenius, Linde und BASF recht teuer.“

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Börse Easy: K+S bleibt ein Risiko für Anleger

Börse Easy erinnert an den Kursrutsch von K+S von mehr als 50 Prozent seit dem Rekordhoch Mitte vergangenen Jahres. Ein Grund dafür ist die gescheiterte Übernahme durch den kanadischen Wettbewerber PotashCorp. Zudem sind die Zahlen des auf Kali und Salz spezialisierten Unternehmens schwach. In den … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Fairer Wert bei nur 15,50 Euro

Es sieht schlecht aus für K+S. Die Zukunft der deutschen Kaliwerke ist ungewiss und auch das Hoffnungsprojekt Legacy in Nordamerika bereitet dem Vorstand Kopfzerbrechen. Kein Wunder, dass die Experten der britischen Großbank HSBC für die Anteile des Düngemittel- und Salzproduzenten schwarz sehen. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: 22 oder 15 Euro?

Was sollte man aktuell mit der Aktie von K+S machen? Bei dieser zu den Anteilscheinen des Düngemittel- und Salzproduzenten scheiden sich weiterhin die Geister – sowohl bei den Privatanlegern als auch bei den Analysten. So haben etwa Kepler Cheuvreux und die UBS komplett konträre Ansichten zum … mehr