Lufthansa
- Stefan Limmer - Redakteur

Lufthansa nach Zahlen: Es hagelt Abstufungen

Die Lufthansa hat die Prognose für das Jahr 2015 zusammengestrichen. Ein harter Preiskampf und die schwächelnde Weltwirtschaft bremsen die Kranichairline bei ihrer Sanierung aus. Mittlerweile haben zahlreiche Analysten ihre Schätzungen überarbeitet.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Lufthansa-Vorstand zwar weiter mit einem operativen Gewinn von 1,0 Milliarden Euro (1,3 Milliarden normalisiert um Einmaleffekte). Das Ziel für das operative Ergebnis für das Jahr 2015 wird aber von ehemals rund zwei Milliarden auf "deutlich über Ergebnis 2014" angepasst.

"Ursachen hierfür sind insbesondere sich allgemein abschwächende gesamtwirtschaftliche Wachstumsprognosen und damit einhergehend eine entsprechend negativere Einschätzung der zu erwartenden Erlösentwicklung als noch im Jahresverlauf", so der Konzern in seiner Pressemitteilung. Eine präzise Prognose wird es erst im neuen Jahr geben.

Daumen runter

Bereits am Donnerstag kündigten etliche Analysten an, ihre Einschätzungen zu überarbeiten.  So senkte die Investmentbank Equinet ihr Kursziel für die DAX-Aktie von 15 auf 14 Euro und die Finanzprofis der HSBC sehen den fairen Wert nun bei 13 statt 14 Euro. Johannes Braun von der Commerzbank kappte das Kursziel für die Lufthansa-Aktie sogar um über 20 Prozent auf 12 Euro.

Abwarten

Das alte Jahrestief im Bereich der 11-Euro-Marke rückt bei der Lufthansa bereits wieder in Schlagdistanz. Darunter droht ein weiterer Kursrutsch.  Anleger sollten vor einem Einstieg eine Beruhigung des Aktienkurses abwarten und nicht ins fallende Messer greifen.

(mit Material von dpa-AFX)

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