Lufthansa
- Stefan Limmer - Redakteur

Lufthansa: Reibungsloser Flugverkehr trotz Pilotenstreik – Aktie dennoch bald einstellig?

Die Lufthansa will den Streikaufruf der Piloten für die Frachtsparte ins Leere laufen lassen. "Wir planen, alle Flüge trotz des Streikaufrufs durchzuführen", so ein Sprecher der Fluggesellschaft in Frankfurt. Von Mittwoch 3.00 Uhr bis Donnerstag 22.30 Uhr streiken die Piloten bei der Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo.

Es seien wie geplant bereits zwei Frachtflüge nach Peking und Johannesburg vorverlegt worden, sagte ein Sprecher der Frachttochter LufthansaCargo am Mittwoch in Frankfurt. "Die sind beide gut gefüllt rausgegangen." Die übrigen 19 vom Streik bedrohten Flüge könnten mit eigenen freiwilligen Piloten wie vorgesehen stattfinden.

Kaum Auswirkungen

Es ist die mittlerweile sechste Streikwelle in dem Tarifstreit. Bislang wurden im härtesten Ausstand der Lufthansa-Geschichte mehr als 4.300 Flüge gestrichen, eine knappe halbe Million Fluggäste waren betroffen. Dieses Mal sollten die Passagiere verschont bleiben. Die Lufthansa erklärte, es werde grundsätzlich etwa die Hälfte der Fracht von LufthansaCargo an Bord der Passagierflugzeuge von Lufthansa und Austrian Airlines befördert. So gelinge es insgesamt, die Auswirkungen für die Kunden sehr gering zu halten. 

Nicht kaufen

Bei den Marktteilnehmern kommen die Streiks bei der Lufthansa nicht gut an. Auch eine Einigung scheint noch nicht in Sicht. Charttechnisch ist die Aktie nach wie vor extrem angeschlagen und notiert auf einem Jahrestief. Anleger sollten derzeit nicht ins fallende Messer greifen und bleiben vorerst an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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