Leoni
- Jochen Kauper - Redakteur

Leoni-Aktie: 52-Wochen-Hoch in Reichweite

Nach einer kurzen Auszeit hat die Leoni-Aktie wieder den Weg nach oben eingeschlagen. Mit dem Break der psychologisch wichtigen Marke von 60 Euro nimmt das Papie nun Kurs Richtung 52-Wochen-Hoch. Überwindet Leoni auch die Marke von 62,00 Euro, könnte das Papier einen Zwischenspurt bis 65 Euro einlegen.

 

Autobauer setzen auf Leoni

Leoni ist gut im Geschäft. Die Firma liefert Bordnetze für BMW, Daimler, VW und Co. Das Nervensystem eines jeden Fahrzeugs. Auf fast drei Kilometer summieren sich die Kabel von Leoni in jedem Auto. Unter der Karosserie, im Fahrzeughimmel oder etwa im Motorraum. Erst dadurch wird es dem Fahrer auch möglich, sämtliche Funktionen im Auto zu steuern. Neben Bordnetzen hat Leoni auch einfache Drähte oder optische Fasern für Kunden aus der Medizintechnik im Programm. Die wichtigsten Abnehmer sind die Autobauer. Zwei Drittel der Umsätze stammen von BMW, Daimler und Co. Weil die Autoverkäufe boomen, soll der Prozentanteil am Umsatz bis 2020 sogar bis auf 80 Prozent steigen.

Hohe Investitionen für die Zukunft

Im laufenden Jahr wird Leoni noch einmal tief ich die Tasche greifen. Sprich: der Autozulieferer investiert über 240 Millionen Euro. Zusammen mit 2013 und 2014 hat Leoni dann über 600 Millionen Euro in neue Fabriken, Mitarbeiter und Produkte gesteckt. Hinzu kommt: Leoni hat in den letzten Jahren zahlreiche neue Produktanläufe angeschoben. 2013 waren es 15. im letzten Jahr 25 und 2015 werden es sogar 27 sein. Zum Vergleich: Im Durchschnitt hat Leoni in den letzten Jahren zehn neue Produkte an den Start gebracht. „Das ist die Basis für den Umsatzsprung im Jahr 2016“, sagt Probst. Durch die jüngsten Investitionen erscheine Leoni "perfekt aufgestellt" um zukünftig bei  Umsatz- und Ergebnis zu wachsen, ergänzt Christian Glowa von Hauck & Aufhäuser.

Umsatzsprung 2016 

Leonis Ziele für 2016 sind sportlich, kein Frage: Unter dem Strich soll ein Umsatz von fünf Milliarden Euro stehen. Bei einer EBIT-Marge von sieben Prozent. Macht ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von knackigen 350 Millionen Euro. Viele Marktteilnehmer sind noch skeptisch, ob Leoni diesen Satz nach vorne auch wirklich stemmen kann. Der konservative Ausblick des Autozulieferers für 2015 habe einige verunsichert, das Unternehmen habe sich einen Puffer gelassen, so Analyst Nikhil Bhat von JPMorgan. DER AKTIONÄR ist allerdings überzeugt: Leoni wird die selbst gesteckten Ziele 2016 erreichen. Denn: „Die Neuanläufe werden in den kommenden Jahren wieder auf den langfristigen Durchschnitt von acht bis zehn zurückgefahren“, so Leoni-Chef Probst. Dadurch werden die Investitionen stark sinken. Ergo: Leoni wird die Ernte aus den Anstrengungen der letzten drei Jahren einfahren. 

Hinzu kommt der Wachstumsstarke asiatische Markt. 

Mit Geely und Hyundai hat Leoni zwei bedeutende asiatische Autobauer als Neukunde gewonnen. Das wird das Wachstum noch zusätzlich anschieben.

 

Gute Aussichten  

Leoni hat in der Vergangenheit viel investiert, hat neue Produkte angeschoben, neue Werke aus dem Boden gestampft. Die Firma zählt mittlerweile zu den großen Playern der Autozulieferer. 2016 werden die Investitionen zurückgefahren. Das wird zu einem Gewinnsprung führen. Anleger nutzen den bestehenden Aufwärtstrend der Aktie und steigen ein.

 

 

 

 

 

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