Kion
- Matthias J. Kapfer - Werkstudent

Kion Group: Das sagen die Analysten

Nachdem der Gabelstapel-Hersteller Kion Zahlen für das abgelaufene erste Quartal vorgelegt hat, melden sich nun die ersten Analysten zu Wort. Die Erwartungen der Analysten mit einem Umsatz von 1,87 Milliarden Euro sowie einem EBIT von 163 Millionen Euro konnte Kion nicht erreichen. Die Zahlen blieben hinter den Erwartungen und die Aktie des Gabelstapler- und Lagertechnik-Hersteller fiel zeitweise um mehr als zehn Prozent.

Analyst Jack O’Brien von der US-Investmentbank Goldman Sachs beließ die Einstufung daraufhin auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 74 Euro. Der Konzern habe seine Erwartungen leicht verfehlt, desweiteren macht O’Brien auf die Sparte mit Lieferketten-Lösungen aufmerksam. Diese, so der Experte, sollte Sorgenfalten bei Anlegern hervorrufen.

Licht und Schatten

Glen Liddy, Analyst von der US-Bank JPMorgan, bestätigte das Votum auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 73 Euro. Das erste Quartal, so Liddy, sei von Licht und Schatten geprägt. Während die Auftragseingänge und der Umsatz unter seinen Schätzungen lagen, sei das operative Ergebnis (EBIT) besser als gedacht ausgefallen.
Pessimistischer sieht es sein Kollege Sven Weier von der Schweizer Großbank UBS. Weier wies ebenfalls auf die schlecht ausgefallenen Umsatz- und Ergebniszahlen hin. Zudem habe der Auftragseingang seine Prognose deutlich verfehlt.

Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank sieht die Zahlen Kions optimistischer. Die Auftragslage bezeichnete er als durchwachsen und beließ das Kursziel bei 83 Euro, mit der Einschätzung „Buy“. Rothenaichers Erwartungen im Bezug auf den leichten Margenanstieg habe sich sogar gedeckt.

Dabeibleiben

Trotz verfehlter Erwartungen kann Kion auf ein gesundes Wachstum blicken und von der steigenden Nachfrage nach Flurförderzeugen profitieren. Investierte Anleger sollten nun nicht in Panik verfallen. Auch angesichts einer möglichen vollständigen Übernahme durch den chinesischen Großaktionär Weichai bleibt Fantasie. Sicherheitshalber eine Stop-Loss-Marke bei 57,00 Euro setzen.

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