E.on
- DER AKTIONÄR

Kaufempfehlung kann E.on-Aktie nicht beflügeln

Haupteingang von e.on

Merrill Lynch senkt das Kursziel des Energieversorgers E.on von 18,70 auf 17,60 Euro, hält aber an seiner Kaufempfehlung fest. Grund dafür ist eine positive Bewertung des geplanten Konzernumbaus. Die Aktie startet am Morgen im Minus und bleibt im Laufe des Vormittags weiterhin deutlich unter der 13-Euro-Marke.

Bereits am Dienstag senkten die Analysten von Bernstein und Morgan Stanley ihr Kursziel und schickten die E.on-Aktie im Tagesverlauf auf Talfahrt. Mit Verlusten von 2,1 Prozent gehörte E.on zu den Topverlierern im DAX und schloss bei 12,78 Euro. Nach Handelsschluss senkte auch die US-Investmentbank Merrill Lynch das Kursziel, blieb aber bei ihrer Kaufempfehlung. Laut Analyst Peter Bisztyga stellen die anhaltenden Risiken der Energiegewinnung aus Kohle und Gas sowie weiterhin sinkende Strompreise einen Unsicherheitsfaktor im europäischen Energiesektor dar, aufgrund der geplanten Umstrukturierung gehöre E.on allerdings längerfristig zu den Favoriten.

Geplanter Konzernumbau als Hoffnungsträger

Ende November hatte E.on Pläne für weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen bekannt gegeben. Bis zum Jahr 2016 soll das Geschäftsfeld der konventionellen Energiegewinnung vollständig in ein neues, unabhängiges Unternehmen ausgelagert werden. Bei E.on soll der Fokus dann zukünftig ausschließlich auf den Bereichen erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen liegen. E.on-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen begründete die geplante Umstrukturierung mit „drastischen Veränderungen der globalen Energiemärkte, technischen Innovationen und wachsenden, individuelleren Kundenerwartungen“, denen das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr gerecht werde. Die Meldung hatte den Kurs der Aktie kurzzeitig beflügelt und Anfang Dezember auf ein Jahreshoch von 15,46 Euro geführt. Seitdem steht das Papier allerdings wieder verstärkt unter Druck und konnte die 13-Euro-Marke zuletzt nur dank des positiven Marktumfeldes halten.

Verkaufsempfehlung bestätigt

Trotz der Intraday-Erholung im DAX notiert E.on weiter im Minus. DER AKTIONÄR teilt die positive Einschätzung von Merrill Lynch derzeit nicht und bekräftigt seine Empfehlung, die Aktie zu verkaufen.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on und RWE: Was nun?

Gestern haben die Versorger E.on und RWE (sowie der schwedische Konzern Vattenfall) einen Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht erringen können. Die Kurse der DAX-Titel haben sofort stark zugelegt. Viele Marktteilnehmer fragen sich nun, ob sich bei den einstigen Anlegerlieblingen mittlerweile … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on und RWE: Der Countdown läuft …

Heute wird es spannend für die Aktionäre von E.on und RWE: Denn das Bundesverfassungsgericht wird heute ab 10:00 Uhr das Urteil über die Klagen der großen Energiekonzerne gegen den Atomausstieg aus dem Jahre 2011 verkünden. Geklagt hatte neben E.on auch RWE der schwedische Versorger Vattenfall. mehr