K+S
- Michael Schröder - Redakteur

K+S vor den Zahlen: Woche der Wahrheit

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat 2014 die schwere Krise der Branche im Zuge der Auflösung einer Vertriebsallianz überwunden. Trotz der Preiserholung für Kalidünger im Jahresverlauf dürften Umsatz und Gewinn 2014 aber wegen der Umwälzungen noch leicht gesunken sein. Den Aktionären winkt nach der kräftigen Kürzung im Vorjahr aber eine deutliche Aufstockung der Dividende. Der DAX-Konzern legt an diesem Donnerstag (12. März) seine Bilanz für 2014 vor.

Die Turbulenzen auf dem Kalimarkt waren im Sommer 2013 durch den Ausstieg von Uralkali aus einer Vertriebsallianz in Russland ausgelöst worden. Kunden hielten sich im Zuge der Krise zunächst zurück. Die Preise gerieten unter Druck. Seit einiger Zeit stocken viele Abnehmer ihre Bestände aber wieder auf. Die Nachfrage gilt als robust. Auch die Preise für den Dünger erholten sich. Zuletzt waren auch die Signale von Konkurrenten positiv. K+S hatte sich mit einem Sparprogramm gegen die Krise in der Branche gestemmt.

Insgesamt niedrigere Kalipreise dürften den Konzern aber 2014 belastet haben. Analysten rechnen im Schnitt mit Rückgängen bei Umsatz, operativem Ergebnis und Gewinn. Die befragten Experten erwarten beim Umsatz ein Minus von rund vier Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (EBIT I) dürfte um gut ein Prozent auf 647 Millionen Euro sinken. Unter dem Strich dürfte der bereinigte Gewinn um rund elf Prozent auf 387 Millionen Euro zurückgehen. Die Dividende dürfte dennoch auf 0,67 Euro je Aktie (Vorjahr:0,25 Euro) erhöht werden.

Für das abgelaufene Jahr hatte K+S-Chef Norbert Steiner Mitte November die Latte etwas höher gelegt. Er sprach nach dem dritten Quartal von einem leichten Aufwärtstrend. Die Düngemittelpreise seien überraschend deutlich gestiegen. Für 2014 stellte er vor diesem Hintergrund einen geringeren Umsatzschwund auf 3,7 bis 3,9 Milliarden Euro in Aussicht. Für das operative Ergebnis (EBIT I) peilte er zuletzt 580 bis 640 Millionen Euro an.

Die K+S-Aktie hat im laufenden Jahr bereits knapp 25 Prozent an Wert zugelegt. Seit Anfang Februar konsolidiert der Titel diese Kursrallye in eine Seitwärtsrange zwischen 28 und 29 Euro. Werden die Schätzungen der Analysten erfüllt und kann Vorstand Steiner mit dem Ausblick überzeugen, dürfte sich die Aufwärtsbewegung Richtung 30 Euro fortsetzen. Ein Stopp bei 27 Euro sichert ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Gelingt 2018 endlich die Wende?

Die US-Ostküste kämpft immer noch gegen die Massen aus Eis und Schnee – und das mithilfe des Salzherstellers K+S. Wenig verwunderlich war es daher, dass der Aktienkurs in den vergangenen Tagen auch wieder deutlich Boden gut machen konnte. Dadurch hat sich auch das Chartbild deutlich aufgehellt. Was … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Wie hoch fällt die Dividende aus?

Die Anteilseigner von K+S hatten auch 2017 nur wenig Grund zur Freude beim Blick auf die Aktienkursentwicklung. Viele Anleger trösten sich damit, dass der Düngemittel- und Salzproduzent ihnen zumindest Jahr für Jahr eine Dividende ausschüttet. DER AKTIONÄR zeigt auf, was für die kommenden Jahre zu … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr