K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S unter Beschuss: Deshalb fällt die Aktie

Es sind derzeit wahrlich keine allzu erfreulichen Zeiten für die Anteilseigner von K+S: Nachdem die Papiere des Düngemittel- und Salzproduzenten gestern im Zuge der Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi noch deutlich zulegen konnten, werden im heutigen Handel nahezu die kompletten Gewinne wieder abgegeben.

Fundamental drückt einem Händler zufolge die weiter schlechte Preisentwicklung bei Dünger aus die Stimmung. Vor allem die großen Verbraucher in China und Indien drängten nun auf weitere Preisabschläge der Kaliprodzenten. Im Raum stehen offenbar 10 bis 20 Dollar (aktuell steht der Preis bei etwa 300 Dollar pro Tonne). Analyst Markus Huber vom Investmenthaus Peregrine & Black hält den DAX-Wert zwar für eine gute Aktie mit günstiger Bewertung, die jedoch unter diesem weiterhin schlechten Umfeld für Kalipreise leide. Zudem müssten sich einige Investoren noch von dem Schock erholen, dass das "großzügige Übernahmeangebot" des kanadischen Rivalen Potash abgelehnt worden sei.

 

Ruhe bewahren
Die Meldung über den Preisdruck am Kalimarkt ist keine Überraschung, die Höhe des geforderten Abschlags ist auch nicht wirklich besorgniserregend. Der Kursrutsch ist daher wohl eher überzogen. Anleger sollten daher Ruhe bewahren. Schließlich sind die mittel- bis langfristigen Perspektiven für K+S gut und die Bewertung mit einem KGV von 9, einem KBV von 1,0 und einer Dividendenrendite von 4,9 Prozent sehr günstig. Der Stopp sollte bei 19,00 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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