K+S
- Maximilian Völkl

K+S: Die Hoffnung ist dahin

Die Aussichten auf steigende Kalipreise schwinden. Der russische K+S-Konkurrent Uralkali hat einer Wiederbelebung der Vertriebspartnerschaft mit Weißrussland eine Absage erteilt. In einem Interview erklärte Vorstandschef Dimitri Osipow nun, dass sein Konzern dazu keine Absicht habe.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte Uralkali die Vertriebsorganisation Belarusian Potash Co (BPC) mit der staatlichen Belaruskali verlassen. Damit endete das globale Preiskartell von BPC und der nordamerikanischen Canpotex und ein heftiger Preisrutsch bei Kali wurde ausgelöst. Die Aktien der großen Kaliproduzenten kamen daraufhin unter die Räder.

In den vergangenen Monaten sind viele der Papiere allerdings wieder kräftig gestiegen. Zum einen hofften Investoren bis dato, dass sich die weltgrößten Produzenten Uralkali und Belaruskali wieder versöhnen könnten. Die aktuellen Aussagen von Uralkali-CEO Dimitri Osipow haben diese nun jedoch weitgehend zerstreut. Seit April habe es keine Gespräche gegeben und es seien auch keine geplant. Doch zum anderen sind die Kalipreise auch weniger stark gefallen als befürchtet. Die bessere Nachfrage aus China und Brasilien verhinderte, dass der Kalipreis auf bis zu 300 Dollar je Tonne eingebrochen ist. In Brasilien vereinbarte Uralkali zuletzt einen Preis von 380 Dollar.

Zu erwarten

Wachsende Marktanteile bei Uralkali machen einen Deal mit Belaruskali weniger dringend. Ein neues Kartell war ohnehin unwahrscheinlich, die Aussagen von Osipow nehmen den Aktien der Kaliproduzenten dennoch etwas Fantasie. Auf dem Kalimarkt dürfte das Schlimmste dennoch überstanden sein. Durch die Stabilisierung sollte auch die K+S-Aktie bald wieder anziehen. Das Kursziel des AKTIONÄR lautet weiterhin 32 Euro.

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