K+S
- Marion Schlegel - Redakteurin

K+S Aktie feiert großes Comeback: Commerzbank und Co blasen zum Kauf

Die Aktionäre von K+S bleiben in Feierlaune: Die Papiere des Dünger- und Salzproduzenten verteuerten sich am Montag nach weiterem Analystenlob zu den Geschäftszahlen aus der Vorwoche als DAX-Favorit um 3,4 Prozent auf 32,58 Euro. Für Analysten ist das aber längst nicht das Ende der Fahnenstange. Bereits in der vergangenen Woche waren die K+S-Papiere nach den am Donnerstag vorgelegten Resultaten nach oben geschnellt. Das Unternehmen hatte 2014 von einer allmählichen Erholung der Kalipreise profitiert und die Branchenkrise überwunden. Auf das laufende Jahr blickt Konzernchef Norbert Steiner mit Zuversicht. Er rechnet dank höherer Preise im Kali- und Salzgeschäft, einem schwächeren Euro sowie einem strikten Sparkurs mit einem moderaten Zuwachs beim Umsatz und einem deutlich höheren operativen Gewinn.


Kaufempfehlungen, Kursziele hoch
Analyst Michael Schäfer von der Investmentbank Equinet hob seine Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im laufenden Jahr an. K+S profitiere in allen Geschäftsbereichen von der Euroschwäche, schrieb der Experte in einer Studie. Bei einem Kursziel von 40 (bisher 33) Euro empfiehlt er den Kauf der Papiere. 


Ebenso optimistisch zeigt sich Lutz Grüten, Analyst bei der Commerzbank. Er schraubte sein Kursziel von 30,00 auf 40,50 Euro nach oben und stuft die Papiere ebenfalls mit "Kaufen" ein. Für Grüten kommt in der von K+S vorgeschlagenen Dividende die Zuversicht des Managements in puncto Geschäftsentwicklung zum Ausdruck. Die kräftige Aufstockung von 0,25 auf 0,90 Euro habe selbst seine optimistische Einschätzung übertroffen. In den Markterwartungen sei dies noch nicht berücksichtigt. Grüten hob seine Schätzungen für die Jahre 2015 und 2016 um bis zu neun Prozent. Das Kursziel steige zudem wegen einer höheren Bewertung in der Branche.


Ausbruch gelungen
Die Krise am Kalimarkt ist vorüber. Inzwischen zählt K+S wieder zu den aussichtsreichen Titeln im DAX. Auch das Chartbild hat sich mit dem Sprung über die 30-Euro-Marke aufgehellt. Ein weiteres Schmankerl: Durch die deutliche Erhöhung der Ausschüttung verspricht die Aktie nun eine attraktive Dividendenrendite von 2,7 Prozent. Anleger bleiben in jedem Fall dabei. Das Kursziel des AKTIONÄR bei 35 Euro dürfte bald erreicht werden.


(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Gelingt 2018 endlich die Wende?

Die US-Ostküste kämpft immer noch gegen die Massen aus Eis und Schnee – und das mithilfe des Salzherstellers K+S. Wenig verwunderlich war es daher, dass der Aktienkurs in den vergangenen Tagen auch wieder deutlich Boden gut machen konnte. Dadurch hat sich auch das Chartbild deutlich aufgehellt. Was … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Wie hoch fällt die Dividende aus?

Die Anteilseigner von K+S hatten auch 2017 nur wenig Grund zur Freude beim Blick auf die Aktienkursentwicklung. Viele Anleger trösten sich damit, dass der Düngemittel- und Salzproduzent ihnen zumindest Jahr für Jahr eine Dividende ausschüttet. DER AKTIONÄR zeigt auf, was für die kommenden Jahre zu … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr