K+S
- Marion Schlegel - Redakteurin

K+S-Aktie: Analyst sieht 56 Prozent Potenzial

Die Aktie des im DAX notierten Chemiekonzerns K+S kann der überwiegend positiven Entwicklung der anderen Indexwerte vorerst nicht folgen. Das Papier liegt am Vormittag 0,1 Prozent im Minus bei 20,50 Euro. Damit sind die psychologisch wichtige Unterstützung bei 20 Euro sowie der knapp darunter verlaufende Support bei 19 Euro mittlerweile sehr nahe gerückt. Analysten zeigen sich derzeit extrem uneins, was die weitere Entwicklung der Aktie angeht.

Die Meinungen gehen weit auseinander

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für K+S von 22,00 auf 20,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Wegen der anhaltend schwachen Nachfrage auf den Endmärkten stehe den europäischen Chemiekonzernen ein weiteres schweres Jahr bevor, schrieb Analyst Chris Counihan in einer Branchenstudie vom Montag. Einkaufsvorteile des Sektors aus dem niedrigen Ölpreis dürften sich im Jahresverlauf wieder abschwächen. Der Experte rechnet im Branchendurchschnitt für 2016 mit einem um drei Prozent rückläufigen organischen Wachstum.

Deutlich optimistischer präsentiert sich dagegen das Düsseldorfer Bankhaus Lampe. Die Experten haben die Einstufung für K+S nach Medienberichten über einen weiteren Anlauf für eine Übernahme durch den Wettbewerber Potash sowie über einen möglichen Börsengang der US-Salzsparte Morton Salt auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. Ein Börsengang würde für mehr Transparenz über den Wert der Salzsparte sorgen und eine Übernahme den Aktienkurs des Düngemittelherstellers antreiben, so Analyst Marc Gabriel am Freitag.

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für K+S ebenfalls auf "Outperform" mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Der stabile Kalipreis stütze die jüngst empfohlenen Aktien des Düngemittel- und Salzherstellers, erklärte Analyst Jonas Oxgaard. Auch der schwache Euro komme K+S zugute.

Auch DER AKTIONÄR ist durchaus optimistisch gestimmt, allerdings eignet sich die Aktie nur für risikobewusste Anleger. Aber auch diese sollten vor einem Einstieg eine Bodenbildung abwarten. Investierte Anleger beachten den Stoppkurs bei 18,00 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Gelingt 2018 endlich die Wende?

Die US-Ostküste kämpft immer noch gegen die Massen aus Eis und Schnee – und das mithilfe des Salzherstellers K+S. Wenig verwunderlich war es daher, dass der Aktienkurs in den vergangenen Tagen auch wieder deutlich Boden gut machen konnte. Dadurch hat sich auch das Chartbild deutlich aufgehellt. Was … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Wie hoch fällt die Dividende aus?

Die Anteilseigner von K+S hatten auch 2017 nur wenig Grund zur Freude beim Blick auf die Aktienkursentwicklung. Viele Anleger trösten sich damit, dass der Düngemittel- und Salzproduzent ihnen zumindest Jahr für Jahr eine Dividende ausschüttet. DER AKTIONÄR zeigt auf, was für die kommenden Jahre zu … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr