K+S AG
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K+S: Spannung vor den Zahlen

Der Countdown läuft: Am Donnerstag legt K+S die Geschäftszahlen für das vierte Quartal des abgelaufenen Jahres vor. Erheblichen Rückenwind für die Aktie können sich Anleger aber nicht erwarten. Die Kennzahlen dürften aus Sicht von Analysten trotz deutlicher Zuwächse eher durchwachsen ausfallen.

Die von der Nachrichtenagentur "Bloomberg" bis Montag befragten Analysten erwarten beim Umsatz 2015 ein Plus von elf Prozent auf 4,24 Milliarden Euro. Rückenwind erhält der Konzern dabei auch von der Euroschwäche. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) dürfte aus Sicht von Warburg-Analyst Oliver Schwarz um fast 24 Prozent auf 794 Millionen Euro klettern. Er ist damit etwas optimistischer als die vom Unternehmen selbst befragten Experten. Unter dem Strich dürfte der bereinigte Gewinn um gut ein Drittel auf 490 Millionen Euro zulegen. Die Ausgangsbasis ist aber jeweils niedrig. Die Dividende dürfte auf 1,05 (Vorjahr: 0,90) Euro je Aktie erhöht werden.

Prognose im November gesenkt
Wegen eines schwächeren Kali-Geschäfts hatte K+S seine Prognose für 2015 Mitte November bereits leicht gesenkt. Der Kaliabsatz dürfte leicht sinken, hieß es zu dem Zeitpunkt. Der Umsatz dürfte sich 2015 auf 4,3 bis 4,5 Milliarden Euro erhöhen. Zuvor waren je 50 Millionen mehr veranschlagt worden. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) dürfte auf 780 bis 830 Millionen Euro klettern. Dabei sei das untere Ende realistisch. Ein Jahr zuvor hatte K+S wegen der Turbulenzen am Kalimarkt 3,82 Milliarden Euro umgesetzt und operativ 641 Millionen verdient.

Die Konkurrenten kürzen

Im vergangenen Sommer hemmte die Trockenheit bei K+S die Produktion. Damit waren auch die Kosten je geförderter Tonne höher ausgefallen. Seit Sommer steht der globale Rohstoffmarkt ohnehin unter Druck. Wegen der Rezession und einem Währungsverfall ist die Nachfrage in Brasilien schwach. Indien strich die Subventionen für Dünger zusammen und die Preise für viele Agrarprodukte stehen unter Druck. Der Anreiz zum Einsatz teurer Düngemittel sinkt damit. Konkurrenten kappten ihre Ziele und senkten die Kapazitäten.

Die Euro-Schwäche hilft
K+S dürfte aus Sicht von Warburg-Experte Schwarz aber von Kostensenkungen und der Euroschwäche profitieren. Angesichts des anhaltenden Drucks auf den Kalimärkten werde K+S für 2016 aber wohl einen kräftigen Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebit I) um mehr als ein Drittel auf nur noch gut 500 Millionen Euro in Aussicht stellen. Damit ist der Experte deutlich pessimistischer als die vom Unternehmen oder von Bloomberg befragten Experten.

 

Es bleibt spannend
Der Donnerstag – an dem auch das Ergebnis der jüngsten EZB-Sitzung bekannt gegeben wird – könnte in jedem Fall turbulent werden. Auch daher bleibt ein Engagement bei der K+S-Aktie ausnahmslos etwas für mutige Anleger. Diese sollten ihr Investment mit einem Stopp bei 17,30 Euro absichern.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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