K+S
- Werner Sperber - Redakteur

K+S: Mutige müssen kaufen; Börsenwelt Presseschau III

Die Experten des Aktionärsbriefes freuen sich über die Zahlen der K+S AG für das dritte Quartal des laufenden Jahres. Die sind deutlich besser ausgefallen als von den Analysten befürchtet und sie zeugen sogar von einem leichten Wachstum im Jahresvergleich. Seit längerem waren die Anleger anderes gewohnt. Zudem erhöhte der Vorstand die Jahresziele. Nachdem für das vergangenen Jahr mit 0,25 Euro je Aktie nur elf Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet worden sind, soll die gewohnte Ausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent des Gewinns schnell wieder geboten werden. Das Geschäft mit Kali- und Magnesium-Dünger steuert die Hälfte zum Umsatz und 80 Prozent zum operativen Ergebnis bei – und es lief seit Mitte vergangenen Jahres sehr schlecht, weil die russische Uralkali aus dem Kali-Preiskartell mit der weißrussischen Belaruskali ausgestiegen ist und den Markt überschwemmt hat. Offenbar hat sich dieser Markt mittlerweile wieder gefangen. Die Aktie ist mit einem KGV von 14 für das nächste Jahr bewertet, wobei das auf den Gewinnschätzungen eher zweifelnder Analysten beruht. Die Schätzungen dürften bald angehoben werden. Charttechnisch hat sich die Notierung stabilisiert und bei 20 bis 19 Euro scheint der Boden zu sein. Angesichts der eher stark unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklung in den einzelnen Ländern der Erde und des sehr stark zyklischen Düngemittel-Geschäfts gehört zwar Mut zum Einstieg bei K+S, andererseits muss zumindest zunächst eine Anfangsposition des "Bullen der Woche" ins Depot.

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