K+S
- Nikolas Kessler - Redakteur

K+S: Ist da noch mehr drin?

Trotz Charme-Offensive hat K+S der kanadischen Potash einen weiteren Korb gegeben. Man sehe derzeit keinen Anlass für ein Treffen, teilte K+S am Freitag mit. Insider vermuten allerdings, dass K+S den Preis im Übernahmepoker dadurch noch etwas in die Höhe treiben will. Auch die Anleger spekulieren am Freitag auf ein höheres Angebot der Kanadier.

"Die Potash-Antwort enthält nichts Neues für uns. Daher gibt es keine Grundlage für Gespräche", sagte K+S-Sprecher Michael Wudoing am Freitag. Grundsätzlich werde man aber jeden neuen Vorschlag prüfen. Insidern aus dem Umfeld des Kasseler Unternehmens zufolge sei das Management im Falle eines neuen Angebotes aber durchaus gesprächsbereit.

Gespräche, aber kein neues Angebot

Nach der Absage von K+S am Donnerstag hatte Potash am Freitag um Gespräche gebeten, um die Befürchtungen von K+S auszuräumen. Das letzte Übernahmeangebot von 41 Euro je K+S-Aktie wollte der kanadische Konzern zunächst aber nicht erhöhen. Die Offerte entspräche einem Aufschlag von 57 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen zwölf Monate.

Analysten bleiben bullish

Die DZ Bank hat die Einstufung für K+S in der Folge auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 45 Euro belassen. Analyst Heinz Müller erwartet, dass der kanadische Wettbewerber ein verbessertes Angebot vorlegen wird. Auch die Investmentbank Equinet hat ihr „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 55 Euro bestätigt. Die Aktie des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers habe unverändert substanzielles Potenzial, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Freitag. Das gelte im Falle einer Übernahme, aber auch für den Fall der weiteren Eigenständigkeit.

Auch die Anleger rechnen offenbar damit, dass Potash nicht so schnell klein bei gibt und ein weiteres Angebot machen wird. Die Aktie hat ihre Gewinne am Freitag weiter ausgebaut und zwischenzeitlich die 39-Euro-Marke zurückerobert.


(mit Material von dpa-AFX)

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