K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: Ein düsterer Ausblick

Es lief zuletzt wieder rund für die zuvor monatelang gebeutelte Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S. Der MDAX-Titel konnte sich wieder deutlich von dem Ende September markierten Tief bei 15,89 Euro entfernen. Dadurch hatte sich das Chartbild auch wieder klar aufgehellt. Doch am Freitag gab es einen weiteren Tiefschlag.

Denn die Ratingagentur S&P hat die Bonität von K+S erneut näher unter die Lupe genommen – und die langfristige Kreditwürdigkeit von „BBB-„ auf „BB+“ gesenkt. Das Kurzfrist-Rating sank von „B“ auf „A-3“. Darüber hinaus ist der Ausblick für den kriselnden Düngemittel- und Salzproduzenten „negativ“. Es drohen also weitere Abstufungen.

Niedriger Kalipreis belastet
Die Experten begründeten den Schritt vor allem mit den weiter sinkenden Kalipreisen. Diese würden aktuell rund 30 bis 40 Dollar unter den S&P-Schätzungen liegen. Zumal habe nun der Konkurrent Belaruskali mit chinesischen und indischen Kunden Preise ausgehandelt, die lediglich bei 219 bis 227 Dollar je Tonne liegen. Einige Experten halten nun sogar einen Rutsch unter die Marke von 200 Dollar im kommenden Jahr für möglich. Zum Vergleich: 2008 lag der Preis kurzzeitig bei rund 900 Dollar und notierte 2014 bis Mitte 2015 immerhin über 300 Dollar.

Ein gefährlicher Cocktail
DER AKTIONÄR rät weiterhin davon ab, sich die Aktie von K+S ins Depot zu legen. Der Kalipreisverfall ist zusammen mit den hausgemachten Problemen des Konzerns bei den Minen in Deutschland und Kanada ein äußerst gefährlicher Cocktail, welcher das Unternehmen noch lange Zeit stark belasten könnte.

 


 

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