K+S
- Markus Bußler - Redakteur

K+S: Dividende in Gefahr

Die Zahlen des Kali- und Salzproduzenten K+S sind – zumindest zum Teil – besser ausgefallen als vom Markt befürchtet. Zwar rechnet das Unternehmen mit einem Gewinnrückgang, dennoch fällt dieser nicht so stark aus wie befürchtet. Doch auch bei der Dividende wird das Unternehmen vorsichtiger.

K+S hat wegen der Unsicherheit auf dem Kali-Markt und den milliardenschweren Investitionen in eine neue Kalimine in Kanada seine Dividendenpolitik unter Vorbehalt gestellt. Ein „temporäres Abweichen“ könne aufgrund der Unsicherheit nicht ausgeschlossen werden, heißt es im Quartalsbericht. Bisher schüttete der Konzern üblicherweise 40 bis 50 Prozent des bereinigten Gewinns aus.

Unsicherheiten halten an

Sinkende Kali-Preise hatten den Hessen schon vor den jüngsten Verwerfungen an den Kalimärkten zu schaffen gemacht. Ende Juli wurden die akuten Turbulenzen durch den Ausstieg von Uralkali aus einer Vertriebsallianz ausgelöst. Seither ist der Kalipreis unter Druck und Käufer halten sich zurück. Unsicherheit prägt den Markt. Wie lange diese Unsicherheit noch anhalte, sei derzeit nicht abzuschätzen, hieß es nun. Zur Erschließung neuer Rohstoff-Lagerstätten baut K+S derzeit für rund drei Milliarden Euro ein neues Kaliwerk in Kanada.

Durch den Ausbruch aus den Seitwärtstrend hat die Aktie ein kurzfristiges Kaufsignal generiert. Aus charttechnischer Sicht sollte die Aktie das Zwischenhoch bei 23,70 Euro ins Visier nehmen. Fundamental bleibt die Lage zwar angespannt. Der Befürchtete Exodus bei den Kali-Preisen scheint jedoch auszubleiben.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Wie hoch fällt die Dividende aus?

Die Anteilseigner von K+S hatten auch 2017 nur wenig Grund zur Freude beim Blick auf die Aktienkursentwicklung. Viele Anleger trösten sich damit, dass der Düngemittel- und Salzproduzent ihnen zumindest Jahr für Jahr eine Dividende ausschüttet. DER AKTIONÄR zeigt auf, was für die kommenden Jahre zu … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr