K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: Diesen Termin sollten Sie sich merken

Seit fast genau 16 Monaten kennt der Aktienkurs des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S eigentlich nur eine Richtung. Mussten Anleger nach Bekanntwerden des informellen Übernahmeangebots von Potash noch 40 Euro je Anteile auf den Tisch legen, sind die Papiere des MDAX-Konzerns nun schon für 17 Euro zu haben.

Ein sehr wichtiger Termin für die weitere Kursentwicklung steht nun bald an. So soll nun am 21. November der Kali-Gipfel zur Zukunft des Thüringer K+S Standorts stattfinden. Diesen Termin bestätigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) der "Thüringer Allgemeinen" (Montagsausgabe). Dabei sollen sich Vertreter von Betriebsrat, Gewerkschaften und des Konzerns K+S mit Landes- und Kommunalpolitikern sowie Wissenschaftlern an einen Tisch setzen.

Hintergrund sind die Entsorgungsprobleme der K+S-Werke im Werra-Revier im hessisch-thüringischen Grenzgebiet. Nachdem die Einleitung der Salzlauge in die Werra beschränkt wurde, soll nun die Versenkung der Abwässer in tiefere Gesteinsschichten ganz unterbunden werden. In wenigen Wochen läuft eine Übergangsgenehmigung des Regierungspräsidiums Kassel aus.

Es geht um 4.000 Atbeitsplätze

Ramelow bezeichnete die Lage an der Werra als "existenziell". Das Land prüfe alle Möglichkeiten, um die mehr als 4.000 Arbeitsplätze zu sichern. Dabei könnte auch das frühere Südharz-Revier in Nordthüringen bei der Entsorgung eine entscheidende Rolle spielen. Nach Informationen der Zeitung wird geprüft, Salzlauge aus dem Werra-Revier in stillgelegten Gruben wie etwa die in Bischofferode zu lagern.

Finger weg!
DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie von K+S aufgrund des sehr schwierigen Marktumfelds sowie der hausgemachten Probleme nach wie vor skeptisch gestimmt. Anleger sollten die MDAX-Titel mit dem äußerst trüben Chartbild vorerst weiterhin meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

Kasse statt Masse

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Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 22.07.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
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