K+S
- Maximilian Völkl

K+S: Aktie bricht ein – Der nächste Kali-Schock?

Mit einem deutlichen Abschlag trägt die K+S-Aktie am Mittwoch die rote Laterne im DAX. Inzwischen droht dem Titel ein erneuter Test der wichtigen Unterstützung bei rund 22 Euro. Die Ursache für die Verluste: Der Kaliproduzent könnte in naher Zukunft Gefahr laufen, Marktanteile zu verlieren.

Die US-Bank JPMorgan hat zwar die Einstufung für K+S auf „Overweight“ belassen. Dass der belgische Tessenderlo-Konzern wahrscheinlich seine Kaliumsulfat-Produktion im dritten Quartal 2015 erhöhen wird, könnte sich für K+S allerdings als negativ erweisen, so Analyst Ben Scarlett. Die Preise könnten sinken und Marktanteile seien womöglich in Gefahr.

Agrarpreise vs. Euroschwäche

Ein weiteres Problem bei K+S ist die Entwicklung der Agrarpreise. Diese beeinflusst die Düngemittelnachfrage von Landwirten maßgeblich und fällt bei wichtigen Erzeugnissen wie Mais oder Weizen seit Monaten nach unten. Die gute Erntesaison dürfte den Preisverfall sogar noch einmal beschleunigen.

Positiv wirken sich derweil die Währungseffekte aus. Der schwache Euro stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns. Dadurch werden die Kaliimporte nach Europa teurer und der über 30-prozentige Umsatzanteil von K+S in Nordamerika dürfte weitere Währungsgewinne bringen.

Erwartungen erhöhen

Im Vergleich zum Katastrophenjahr 2013 hat sich die Lage auf den Kalimärkten beruhigt. Noch fehlt allerdings das Vertrauen der Anleger und der Analysten. Diese dürften mit ihren Prognosen inzwischen zu niedrig liegen. In einem „normalen“ Winter mit höherem Salzbedarf als im Vorjahr dürfte auch K+S wieder deutlich bessere Zahlen vorlegen. Das Papier ist dann zu günstig bewertet. Das Kursziel lautet 32 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr